Zusatzakku : LiFePo4- oder Bleisäure-Technologie? Vergleich

Counterfeiter schrieb:
Hast du fertig Module gefunden oder fängst du bei 0 an? Bei 0 nenne ich das Vorhaben mal "sportlich", wenn du keine 2 Jahre entwickeln willst, oder nen kleines engeneering-team an der Hand hast :eek:

ich glaub das Forum hier ist nen großes Ingenieursteam mit massig Kompetenzen :)
 
sebastian80 schrieb:
Wie verhält sich die Spannung denn im Stand, bei abgeschaltetem Motor, wenn Mukke an ist ..??
Sorry wenn es schon irgendwo steht , hab aber nichts in der Art gesehen
 
sebastian80 schrieb:
sebastian80 schrieb:
Wie verhält sich die Spannung denn im Stand, bei abgeschaltetem Motor, wenn Mukke an ist ..??
Sorry wenn es schon irgendwo steht , hab aber nichts in der Art gesehen

Ich hab deine Frage nicht überlesen Sebastian, nur fällt es mir im Moment etwas schwer, darauf ne qualifizierte Antwort zu geben, da ich das aufgrund der Messproblematik bisher nicht testen konnte. Zudem ist "Mukke" wegen Signalcharakter und Dynamik ein äusserst schlechter Indikator zur Erlangung reproduzierbarer und vergleichbarer Messergebnisse.

Ich denke aber aufgrund der bisherigen Erkenntnisse aus den 25A-Belastungstests, dass sich die Spannungslage bei Bleibatt + FePo um etwa 0,5 bis 1,0 Volt ggü. Bleibatt only bzw. Bleibatt + kleine Zusatzbatt erhöhen wird und sich die mögliche Dauer des Hörens im Stand deutlich verlängert.

Gruß Heinz
 
Hi Leute,

Counterfeiter-Basti's Leistungsmeßsystem ist heute bei mir angekommen. :thumbsup:
Werd mich erst mal mit dem System vertraut machen und dann im laufe der nächsten/übernächsten Woche ein paar weitere Messungen durchführen.

Als "Testmukke" hab ich mir Ausschnitte aus 2 Tracks mit recht deutlichem Dynamikumfang ausgesucht:
- Pink Floyd - Another Brick in the Wall (in Anlehnung an Franks Messungen im anderen Fred)
- Carter Burwell - Bella's Lullaby

Folgende Messungen schwirren mir derzeit in den grauen Zellen umher, weiß aber noch nicht, ob sich das alles auch in die Realität umsetzen lässt.

Zunächst im Stand:
- Testmukke mit Bleibatt only
- Testmukke mit FePo only
- Testmukke mit Bleibatt + Fepo
- Grundlast 25A + Testmukke mit Bleibatt only
- Grundlast 25A + Testmukke mit FePo only
- Grundlast 25A + Testmukke mit Bleibatt + Fepo
Und das gleiche dann noch mal bei im Leerlauf laufendem Motor.

Beachtet aber bitte, dass ich lediglich 2 Stück PDX4.150 verbaut habe und sicher keine Impulsströme von mehreren 100 Ampere bereitstellen kann. Auch werde ich meine FePos nicht dermaßen quälen, dass sie Schaden nehmen könnten.

Zum Schluss dann eventuell, vielleicht und unter Umständen noch den ultimativen Motor-Startertest mit
- Bleibatt only
- Bleibatt + FePo
- und FePo only ???
Hier sind sicher Impulsströme von 400-500A zu erwarten, und ob ich das dem FePo zumute, ergibt sich aus den vorhergenden Messungen.

Gruß Heinz
 
Auch wenn das nicht so ganz passt, aber könnte mann eine Lipo Zelle in Reihe schalten zur Gel-Zusatz-Batterie?
Quasi um die Spannung der Bass Amp zu erhöhen um die Spannung der Lipo-Zellen. Die Zellen müsste man zum Laden zwar ausbauen aber für Wettbewerbe vielleich von Interesse.

Greez

Marcy

ps. Ich weiss das ich hier mit so einer Idee vielleicht falsch bin aber das Risiko geh ich mal ein ;-)
 
Ausser einer höheren Leerlaufspannung hast du nicht wirklich was gewonnen, obwohl: welchen Typ Lipo? Alles modellbautypische z.b. hat imho viel zu wenig Dampf um gerade im Drag die Leistung bereitzustellen... Könntest ja auch theoretisch 2 9Volt-Blöcke in Reihe als 18V Spannungsquelle nutzen, nur kommt da nichts raus... So mal als Extrembeispiel zur Veranschaulichung...
 
marcydarcy schrieb:
ps grad noch gefunden zum Thema Kaltstart im Winter:
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=& ... X676XJ0lhA

Da hat doch tatsächlich jemand unter härtesten Bedingungen mit einer Starttemperatur von minus 14 °C einen Langzeittest mit über 2000 Zyklen mit den LFP020Ah Zellen simuliert, protokolliert und graphisch aufgearbeitet. :beer:

Das ganze wurde ebenso wie hier ohne Balancer durchgeführt der Abbruch des Tests erfolgte bei einem zu hohen Zelldrift mit folgenden Zellspannungen: 3,016 / 3,023 / 2,950 / 2,710.

Was kann man daraus herleiten?

Im Gegensatz zur Simulation oder zum Hören im Stand verschärft sich während der Fahrt unser "Pufferungsproblem". Oberhalb der Nennspannung einer AGM von ca. 12,6 Volt puffert diese nicht mehr. Die Lima liefert unter Volllast bei 13,8 Volt ihre max. xxx A und wird in der Spannungsbandbreite von ca. 12,6 Volt bis 13,8 Volt (oder 14,4 Volt je nach Lima) nur noch von den evtl. Kondensatoren im Kofferraum "unterstützt". Ich schätze sehr grob, dass bei meiner Anlage beim „normalen“ Musikhören zwischen ca. 100 bis 200 Ampere ca. alle 3 bis 5 Sekunden peakmäßig abgerufen werden. Nun soll das LiFePo-Pack während der Fahrt einen sehr stabilen Puffer darstellen und verhindern, dass die Spannung absinkt. Das LiFePo Pack ist bei einem solchen Einsatzzweck dauerhaft in einem "Schwebezustand" bzw. unter Spannung zwischen ca. 12 bis 13,8 Volt.

Angegegben sind die LiFePo Einzelzellen mit Vmin = 2,1 Volt und Vmax. = 3,6 Volt., d.h. im 4s Verbund einen Arbeitsbereich von 8,4 bis 14,4 Volt. Bezieht man nun die im Auto verhandene Spannungslage von 12 bis 13,8 Volt auf die max. Spannungsfestigkeit von 4*3,6 V = 14,4 Volt, dann ergibt sich ein effektiver dauerhafter Arbeitsbereich des 4S LiPo-Pack´s von 83 bis 96 %. Diese dauerhafte Spannungslage sollte mMn teoretisch im Gegensatz zu dem ursprünglich angedachten Zyklenbetrieb mit laden und entladen hinsichtlich der Lebensdauer sehr vorteilhaft sein.

Beim reinen Zyklenbetrieb, also entladen und laden in getrennten Vorgängen scheint ein Balancer sehr sinnvoll, um die Lebensdauer der Zellen zu verlängern.

Für unsere Zwecke, also das Musikhören während der Fahrt bin schon sehr auf die Messreihen vom Heinz gespannt.

Es ist schon eine interessante Frage ob die LiFePo´s die zeitlebens dauerhafte wechselnde Spannungen zwischen 12 bis 13,8 Volt und im Fahrbetrieb Belastungen von 100 bis 200 A alle 3 bis 5 Sekunden dauerhaft aushalten ohne ihre Pufferwirkung zu verlieren bzw. wann die Alterungserscheinungen einsetzten und wie hoch sie sind.


Auch stelle ich hinsichtlich der Messreihe aus dem Test die Hypothese auf, dass die letzte Zelle regelmäßig zuerst kaputt geht. Bei der 4s Reihenschaltung fließt durch die zweite Zelle auch der Strom der ersten Zelle; durch die dritte Zelle auch Strom der ersten beiden Zellen und durch die vierte Zelle fließt der Strom aller vier Zellen. Das schöne an dem Headway-Schraubsystem ist, dass man eine später defekte vierte Zelle einfach austauschen kann. :D


Für ca. 20 EUR habe ich I-net einen Balancer gefunden, der bis 6s => 22,2 Volt neben allen Einzelzellenspannungen auch die Gesamtspannung anzeigt. Er kann vor und während des Ladevorgangs balancieren. Die Entladefunktion kann man bei parallel geschalteter Autobatterie mMn vergessen.

Der Gack wollte sich in einem anderen Post mal nach einer selbst gebauten Elektronik umschauen…

Gibt es schon Ergebnisse zum Elektronikprojekt?

Und Meßergebnisse vom Heinz? :woot:
 
ChrisDui schrieb:
Auch stelle ich hinsichtlich der Messreihe aus dem Test die Hypothese auf, dass die letzte Zelle regelmäßig zuerst kaputt geht. Bei der 4s Reihenschaltung fließt durch die zweite Zelle auch der Strom der ersten Zelle; durch die dritte Zelle auch Strom der ersten beiden Zellen und durch die vierte Zelle fließt der Strom aller vier Zellen. Das schöne an dem Headway-Schraubsystem ist, dass man eine später defekte vierte Zelle einfach austauschen kann. :D
strom ist ein kreislauf

also geht die stromstärke auch imer durch alle zellen, mit der reihenschaltung der zellen erhöht sich doch nur die spannung !

Mfg Kai
 
Ist das wirklich so, gibt wirklich jede Zelle die gleiche Amperezahl ab?

Es gibt ja auch Bandbreiten bei der Produktion der Zellen, die zu unterschiedlichen Innenwiderständen führen.

Und diese zum Beginn des Einsatzes noch sehr geringen Unterschiede im Innenwiderstand der Einzelzelle erhöhen sich insbesondere ohne Balancer theoretisch fortlaufend im Einsatzfall solange bis mindestens eine Zelle total defekt ist und / oder alle anderen Zellen wegen Überladung auch kaputt gehen.

Im Ergebnis sollte die Zelle mit dem geringsten Innenwiderstand auch dem höchsten Strom durchleiten.

Mein Schulphysik ist schon etwas länger her und es mag sein, dass ich mich da irre. :kopfkratz:

Auch von einigen dB-Draggern habe ich schon gehört, dass eine / die letzte Zelle regelmäßig kaputt geht. Woran das liegt, kann ich nicht sagen. :kopfkratz: :kopfkratz:
 
hallo

nach deinen ausfürungen zum thema innenwiderstand begrennzt aber auch die zelle mit dem höchsten innenwiderstand den maximal möglichen strom !

Mfg Kai
 
Hallo Kai,


mag sein, dass ich mich irre, aber schieben die anderen drei Zellen mit angenommenen 200 A nicht einfach über die vierte, die aufgrund eines höheren Innenwiderstandes "nur" 190 A weiterleiten kann, "hindurch" und führen zu einer Überbelastung der vierten Zelle?

Dem Endverbraucher ist es doch egal ob in der Stromkette ein in dem Fall begrenzender LiFePo vorhanden ist. Er zieht sich seine geforderten angenommenen 300 A. Und sollte die Spannung mangels ausreichender oder unzureichender Pufferung absinken, dann verlangt die Subendstufe eben noch mehr Ampere, die dann über die LiFePo Pufferstation "hinweg" / "hindurch?" geleitet wird.

Oder geht alles über die schwächste 190 A lieferfähige Zelle an dem gesamten LiFePo-Pack vorbei?
 
Glaub du denkst zu kompliziert:
Akku1.PNG

Ohne Elektronik hängen die Zellen einfach nur ein Reihe. Der Strom durch alle Zellen ist gleich. Stom verschwindet ja nicht.

greez

Marcy
 
recht hat er aber mit der Annahme, dass eine geschwächte Zelle (Innenwiderstand), immer am stärksten Geschwächt wird...
Welche das nun in der Reihe ist, dass kann aber keiner vorhersagen... auch wäre es nicht gut, nur eine tote Zelle zu tauschen... wenn dann müssen alle neu rein!

Ist wie nen Hausschwein mit einem Frischling mehr als Zitzen da sind ;)
 
Ein Batteriekonstrukt, dessen Ladezustand an der anliegenden Spannung der Einzelzellen festgemacht wird ist mit einer Reihenschaltung immer ein "fauler Kompromiss" - aber was willste machen, wenn mehr als die Einzelzellenspannung haben willst.
Ein Balancer ist zum erreichen gleichmäßigen Ladezustands eigentlich essentiell.
 
playitloud schrieb:
Ein Batteriekonstrukt, dessen Ladezustand an der anliegenden Spannung der Einzelzellen festgemacht wird ist mit einer Reihenschaltung immer ein "fauler Kompromiss" - aber was willste machen, wenn mehr als die Einzelzellenspannung haben willst.

Kannst du mir das mal bitte ins Deutsche übersetzen. :kopfkratz:
 
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