Welches Messequipment nutzt ihr aktuell?

Ich habe mal etwas ähnliches genutzt, quasi selbstgebaut aus gedruckten Teilen und 7 Mikrofonen.
Wahrscheinlich aufgrund der Qualität der Mikrofone hat es nicht wirklich gut funktioniert im Auto, daher habe ich das dann auch wieder gelassen.
Zumindest die nächste Zeit werde ich das Thema auch nicht weiter angehen, denn 7x isemCON Mikrofone (von Earthworks gar nicht zu reden) sind mir persönlich einfach zu teuer. :P

Gut war allerdings, dass man nicht im Auto sitzen musste und die ganze Einmessung quasi per Remote-Desktop möglich war.
Die Averages der Mikrofone waren auch in wenigen Sekunden erledigt. Also schneller war es definitiv, dazu deutlich schonender für die Ohren.
Beim UMIK-X bin ich mir aber nicht sicher, ob Sachen wie Laufzeitkorrektur etc. wirklich funktionieren, da dort kein Mikrofon an zentraler Stelle vorhanden ist.
Da wäre der letzte Punkt wohl angebracht, sprich eine Kombination aus Single-Mikrofon und Array.
Mein Array hatte dazu ein zentrales Mikrofon und drumherum 6 weitere, angeordnet basierend auf den Veröffentlichungen von Dr. Earl Geddes (Localized Sound Power Method).
Ja die Veröffentlichung von Dr. Geddes hab ich auch gelesen... bei dem UMIK-X scheinen diese Erkenntnisse ja auch genutzt worden zu sein - verlockend ist die Fertige Soundkarte mit implementierter Logik.

Um nochmal auf die Localized Sound Power Method zu kommen: Die 6 Mikrofone sind ja so angeorndet, dass das 99% Perzentil der möglichen Ohrpositionen aller möglichen Fahrer abgedeckt wird... das braucht man ja aber eigentlich in unserem Fall nicht - außer man möchte auch für eine 1,5m große Frau oder einen 2m Riesen einmessen.

Ich glaube auch viele Leute die sich an Arrays probieren machen am Ende zu krasse Abstriche bei der Mikrofonqualität, holen sich also wo anders Fehler rein... weil keiner kauft zum testen ja jetzt 6 Earthworks Mikrofone... Daher - wenn ich weiß, ich messe für einen 1,8m großen Mann ein - kann ich vielleicht ein Array mit nur 2 / 4 Mikrofonen machen, die Mikrofone dafür hochwertiger, dann bekomme ich vlt ein besseres Ergebnis?

Eure Meinung? So ein Array zu probieren lacht mich nämlich schon an
 
Nunja…
Es gibt da einige Betrachtungen, die häufig bei der Nutzung eines Arrays ignoriert werden.
Reflexionen des Arrays selbst, also die Anwesenheit der Mikrofone selbst, übt Einfluss aus. Der Kopf und Körper des Menschen selbst, der ebenfalls nicht simuliert werden kann. Ebenso Reflexionen die durch den Körper selbst nicht oder anders auftreten.
Ich kann es sehr gut nachvollziehen, wenn man es sich einfacher machen will und bis zu einem gewissen Grad wird man auch damit gesetzte Ziele erreichen. Aber ich hab ehrlich gesagt meine Zweifel, dass man all Over, ohne aufwendige manuelle Nacharbeit oder spezielle Software, auf ein wirklich hohes Niveau kommt.


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Earl Geddes hat ja bei der Erarbeitung des Dokuments bei der Ford Motor Company gearbeitet (soweit ich weiß) und die haben da ganz andere Anforderungen als wir Knallköpfe.
Ein Autobauer muss eine passable Einstellung finden für unterschiedlichste Fahrer, groß, klein, Sitzriese, Sitzzwerg, etc. etc., was bei uns ja so nicht der Fall ist.
Daher wird das entsprechende Array schon sehr intensiv genutzt, aber halt nicht im Kontext maximaler Klangqualität, sondern maximaler Kompatibilität. Und da funktioniert das auch mit preiswerten Mikrofonen sehr sehr gut.
Der "Sweetspot" in der sich ein Fahrzeug damit tonal passabel angehört hat, war jedenfalls deutlich größer als bei einem Auto, dass ich mit Wedeltechnik etc. eingemessen hatte. Letzteres war in dem engen Bereich dann halt deutlich besser, verliert aber massiv, sobald man aus der recht engen Hörzone rauskommt.
 
Ca. 100x... Das Array, vor allem mit zentralem Mikro, schneidet besser ab, und der Fahrer im Sitz z.B. mit einem Sennheiser Ambeo Headset, dass es so nicht mehr zu kaufen gibt, auch.
Ändert aber nichts daran, dass das MiniDSP Ears dazu gemacht wurde, um Kopfhörer zu messen. ;)
Siehe Produktseite auf minidsp.com zum Ears und Ears Pro.

Ist auch logisch, denn schaut man sich das Ears mal an... was fehlt da? Genau, der Kopf, der eine nicht unerhebliche Rolle in der HRTF Funktion spielt.

Ja Peter das ist mir alles bekannt. Nichtsdestotrotz schaffe ich mir mein Wissen am liebsten selbst. Versuch macht kluch.
Immerhin hat das Ding zwei Gehörgänge mehr als ein Mikrofon 🤓
 
Ein Autobauer muss eine passable Einstellung finden für unterschiedlichste Fahrer, groß, klein, Sitzriese, Sitzzwerg, etc. etc., was bei uns ja so nicht der Fall ist.

This!

Dazu kommt noch ein enormer Kostendruck! Ich hatte da schon mal persönlich Einblicke bei einem deutschen OEM, war schon sehr sehr interessant!
Durfte dort den ein oder andern Testträger hören, und die Leute durften damals auch meinen Cupra hören. Der war bei weitem nicht perfekt eingestellt, trotzdem kam dort extrem positives Feedback.
Im Gespräch sind wir dann auch drauf gekommen, so ne Anlage beim OEM, da kriegste privat nicht mal nen brauchbaren Verstärker als Fuzzi!

Wovon ich aber sehr positiv überrascht war, welche Ausstattung und Equipment dort vorhanden sind, auch das Wissen der Mitarbeiter dort ist enorm, und vielseitig auch durch private Hobbys geprägt.
Also, mein Blick auf die OEM Anlagen hat sich schon gewaltig geändert danach, wenn ich mri überlege aus welcher Scheiße die hier quasi Gold machen. (Überspitzt ausgedrückt)

Aber zurück zum Thema, für mich ist der Thread erledigt, ich probier die Tage mal mein Behringer aus, und werde mir, falls notwendig, ein MM1 zulegen.
 
This!

Dazu kommt noch ein enormer Kostendruck! Ich hatte da schon mal persönlich Einblicke bei einem deutschen OEM, war schon sehr sehr interessant!
Durfte dort den ein oder andern Testträger hören, und die Leute durften damals auch meinen Cupra hören. Der war bei weitem nicht perfekt eingestellt, trotzdem kam dort extrem positives Feedback.
Im Gespräch sind wir dann auch drauf gekommen, so ne Anlage beim OEM, da kriegste privat nicht mal nen brauchbaren Verstärker als Fuzzi!

Wovon ich aber sehr positiv überrascht war, welche Ausstattung und Equipment dort vorhanden sind, auch das Wissen der Mitarbeiter dort ist enorm, und vielseitig auch durch private Hobbys geprägt.
Also, mein Blick auf die OEM Anlagen hat sich schon gewaltig geändert danach, wenn ich mri überlege aus welcher Scheiße die hier quasi Gold machen. (Überspitzt ausgedrückt)

Aber zurück zum Thema, für mich ist der Thread erledigt, ich probier die Tage mal mein Behringer aus, und werde mir, falls notwendig, ein MM1 zulegen.

Stimmt, es ist immer wieder krass was Leute nur durch Engineering und Setup aus billigster Pappe rausholen. Mit dem MM1 machst du nix falsch, hatte vorher auch das Behringer und das Auto klang nach dem EQn mit dem MM1 deutlich besser, die messungen sind auch deutlich konstanter
 
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