Früher war das üblich und es hat eine ganze Industrie davon gelebt: Der "helle Lautsprecher" brauchte dann einen passend "dunklen Verstärker" und "neutrale Kabel". Kam dann der "soundso klingende" Plattenspieler mit dem wiederum passend "soundso klingenden" Pre-Amp dazu, konnten die (mittlerweile überwiegenbd pleite gegangenen) HiFi-Läden dem armen Kunden wieder etwas verkaufen, ohne das es eigentlich gar nicht weiter ginge. HiFi war eine Reise, eine sackteure und ich hatte irgendwie immer den Eindruck, das drauf geachtet wurde, den Kunden blos nicht langfristig zufrieden zu stellen.
Glücklicherweise ist als erstes mal die Elektronik soweit in die Spur gekommen, dass der überwiegende Anteil vernünftig gemachter Elektronik einfach nur noch neutral klingt und das "sounding" wird dem Kunden überlassen, in Form von DSPs oder des Konzepts an sich. (Constant Directivity, DBA, usw.).
Ferner setzen sich im Heim-Bereich mehr und mehr aktive Lautsprecher durch, die inzwischen auch häufig aus soweit gut zueinander passenden Komponenten bestehen, so dass man in seinem Preissegment das Thema dann auch als abgehakt wissen kann, wenn man sich vor'm Kauf etwas damit beschäftigt hat.
Die zeit von Mythen, Weihrauch und Voodo ist somit für alle diejenigen vorbei, die das nervt. Gott sei Dank!
Alle anderen können aber noch wie vor auf High-End-Messen hundsteures Zeug bestaunen, das oftmals verblüffend scheiße klingt.
Da scheint es dann aber einfach um was anderes zu gehen. Guter Sound ist wie gesagt machbar und bezahlbar geworden.