Subtraktionsweiche

Frisco

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28. Jan. 2022
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Sebastian
Hallo,

konnte über die Suche keinen passenden Beitrag finden. Sonst gerne kurze Info.

Frequenzweiche sind ja immer ein großes Thema, verbunden mit Phasenverschiebungen und Problemen, die sich dadurch ergeben.

Jetzt die Frage:
Hat schon jemand mit Subtraktions-Frequenzweichen gearbeitet ? Sie sollen da sehr gute Problemlöser sein. Oder ist diese Technik im Car Hifi Bereich eher unsinnig ?
 
Was würde dir denn die Phasengleichheit im Übergangsbereich bringen, wenn deine Chassis 50cm auseinander liegen und auch noch Laufzeit Unterschiede haben?
Mal abgesehen vom Aufbau reden wir ja nur von aktiv Systemen, um das irgendwie zu nutzen oder den Klangvorteil zu belegen müsste es ja dafür einen umschaltbaren DSP geben. Ich kenne keinen. Grüße
 
Hallo,

konnte über die Suche keinen passenden Beitrag finden. Sonst gerne kurze Info.

Frequenzweiche sind ja immer ein großes Thema, verbunden mit Phasenverschiebungen und Problemen, die sich dadurch ergeben.

Jetzt die Frage:
Hat schon jemand mit Subtraktions-Frequenzweichen gearbeitet ? Sie sollen da sehr gute Problemlöser sein. Oder ist diese Technik im Car Hifi Bereich eher unsinnig ?
Mit den gängigen Car-Hifi-DSPs ist sowas nicht, oder nur mit großem Aufwand zu realisieren.

Bei Mosconi z.B. müsstest Du dafür ein Ausgangspaar auf ein weiteres Eingangspaar routen, mit all seinen Nachteilen, sprich zusätzliche D/A und A/D Wandlung etc.
Und da Eingangs und Ausgangspaare per RCA immer irgendwie ein knappes Gut sind, ist das nur für bestimmte DSPs mit sehr vielen Kanälen überhaupt möglich.
Die üblichen DSP-Verstärker mit 1-Paar RCA-Ausgänge sind da von vorneherein raus, denn wo dann den üblichen Monoblock für den Subwoofer anschliessen?
Mit CamillaDSP liesse sich sowas realisieren, aber da verlassen wir eindeutig den üblichen Car-Hifi-Bereich und entern die tiefe Fuzzi-Zone.

Eventuell schliesst Du dich hier mal mit @Klappspaten kurz. Der hat viel mit Software-basierten DSPs experimentiert und könnte da sicherlich das ein oder andere zu beitragen.
 
@MisterFQ Mir ginge es erstmal um die Frequenzweichen und den Übertragungsbereich. Es werden ja meist mehr als 2 Wege genutzt, was die Anzahl der Übertragungsbereiche und somit auch die Anzahl der Frequenzbereiche erhöht.
Damit möchte ich auf keinen Fall sagen, dass es nicht immernoch andere Probleme wie z.B. Laufzeiten gibt oder sie sich damit aufheben lassen. Der Gedanke war eher weniger zusätzliche Probleme in das System einzubringen um es danach etwas einfacher mit den Einstellungen zu haben.
Umsetzen ließe es sich passiv (was heute einfacher viel zu teuer würde) wie auch aktiv.

@Cathul Vielen Dank für die Übersicht und die Tipps.
Bin da wohl von anderen Möglichkeiten der DSPs ausgegangen. Es sah in der Theorie einfacher aus. Wie immer ist es dann doch ein grösserer Schritt bis zur praktischen Umsetzung.
 
Umsetzen ließe es sich passiv...
Man kann ein solche Weiche nicht passiv bauen. Das geht nur vor der Endstufe wahlweise Digital oder möglicherweise auch Analog (was ich aber wegen anderer Probleme nicht bauen würde)

Ein wenig stimme ich dir zu: Bei 3 Wege wo du wirklich eine Hoch/Mitteltoneinheit direkt an einem Fleck hast, bringt das möglicherweise in der Theorie etwas. Aber das klappt ja nur dann, wenn die einzelnen Chassis auf der gleichen Trennung, mit der gleichen Laufzeit und ohne weitere Filter laufen.
 
Ich habe das selber nie getestet, da für mein FALTER-Projekt auch nicht relevant am Ende, da ein symmetrischer, linearphasiger Filter mathematisch das gleiche ist.

Theoretisch müsste mit einem Helix DSP mit ACO Plattform das ganze rein Intern umzusetzen sein, wenn man VCP sinnvoll einsetzt und routed. Habe ich nie selber getestet, aber das sollte eigentlich problemlos gehen bis zu 3 Wege plus Sub bei 8 VCPs. Aber wie so oft, da ist viel Vorsicht geboten, jede "falsche" Einstellung sorgt dafür das der abgeleitete Hochpass im Zweifel mehr durchlässt als man erwartet, er wird ja dann nicht mehr explizit gesetzt. Bei falscher Laufzeit auf den VCP Channels z.b. sogar eine Erhöhung in abgeleitenden Kanal entsteht, oder wen man irgendwo die Polung falsch hat. Was einem z.b. der HT dann übel nehmen könnte.

Daher, ich würde das auf dem Schreibtisch alles elektrisch messen was aus den Ausgängen rauskommt, und damit dann die Laufzeit-Werte tunen damit wirklich sicher das erwartete Ergebnis entsteht. Dann würde man auch sehen was welcher Zweig wirklich macht wenn man was am Routing, Polarität und Laufzeiten auf den VCP ändert.
 
Ich höre da jetzt durch, dass für diese Art Weiche oder Filter schon sehr gute Lautsprecher und Bedingungen vorhanden sein müssen um wenig zusätzliche Korrekturen einzubringen. Damit rückt diese Option auch weiter in den Hintergrund. - Kann man das so stehen lassen ?
 
Das alles muss nicht mal so besonders sein denke ich. Du kannst die Virtual Channel für die Weiche (und theoretisch auch einen Overall-EQ der in allen VCP gleich sein muss) nutzen, die Ausgänge sind dann für die Korrekturen des LS und Einbaus sowie der Laufzeit abseits der Weichen frei zur Verfügung. Du erzeugst damit ein konstantes Groupdelay über den ganzen Bereich, das könnte theoretisch in der Tat funktionieren und klassischen expliziten Filtern was voraushaben. Und beim Helix ohne Wandlung, ohne Kabel, ohne freie Kanäle. Ich habe leider kein Windows, kann das also nicht testen im Demo Modus, aber wenn man mehrere VCP zu einem Output mixen kann, dann läuft das theoretisch. Beim Sub muss man gucken wegen Mono, da du Links und Rechts getrennt machen musst, kannst du erst im Output auf Mono gehen - sollte man aber theoretisch dann auch hinbekommen.

So könnte das theoretisch aussehen in einem Helix für die Linke Seite mal gemalt, die Delays musst du dann passend rechnen (lassen) je nach Trennfrequenz und Filtereinstellungen. Aber wie gesagt ich kann das weder im Demo Modus testen, noch kann ich das nachmessen, was ich an der Stelle unbedingt empfehlen würde. :beer:

Subtraktionsweiche-mit-Helix.png
 
Ah, es gibt ja keine Filter im VCP zum einstellen... Dann geht das so nicht... Schade... :rolleyes:
 
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