Nahfeld Bass Array

Das ist schon mal sehr interessant, danke für die Infos.

Tatsächlich muss ich sagen, dass ich mich an den Bass selbst kaum erinnern kann. Einfach weil dieses von dir beschriebene „holografische“ Klangbild so stark ablenkt. Man hat wirklich das Gefühl, Stimmen stehen physisch vor einem, fast so, als könnte man Sänger oder Instrumente greifen. Das war in der kurzen Hörzeit deutlich prägender als der Tieftonbereich.

Wenn der Raum so wenig angeregt wird und nur zwei Treiber im Einsatz sind, stellt sich die Frage, ob intern mit Phasendrehung und Laufzeitversatz gearbeitet wird, um Auslöschungen rund um den Hörplatz zu erzeugen.

So oder so, das Ergebnis fand ich extrem beeindruckend und konzeptionell sehr gelungen!


Den genauen Abstand vom Sessel zur Rückwand und die Raummaße kann ich gern nachreichen, sobald ich wieder vor Ort messen kann. Dies dauert allerdings noch einige Tage
Wenn wir uns mal wieder Live treffen, verrate ich Dir vielleicht wie ich das gemacht hab bei der Abstimmung :lolschild: , OK, vielleicht gebe ich auch nur einen Tip.....

Ich würde wenn es um etwas geht was mehr im Raum steht, einen RiPol bauen und das zuerst testen ob es für mich selber in die Richtung geht welche ich haben will.

Mit relativ konventionellen Subwoofern eine Bubble zu machen ohne alle anderen im Umfeld zu stören, das ist nicht so einfach.
Es gibt auch bei uns im Haus, trotz der massiven Bauweise der Kinowände, Entkopplungen, nochmal 40-80cm Dämmung, DBA ect, 2 Räume da fängt sich der Bassbereich einfach. Und das sogar recht breitbandig.

Alle zugänglichen Simulationen können nämlich eines nicht, die Übertragung der Frequenzen in andere Räume zuverlässig simulieren. Zu groß ist die Wirkung der Grundlegenden Konstruktion des Gebäudes. Das muss man sich immer vor Augen halten.
Alleine der Fußbodenaufbau kann hier signifikant sein. Deswegen sollte man sich auch überlegen den Subwoofer vom Boden zu entkoppeln.
 
Das Cardio-Projekt ist aber geil und so'n Riesen-Aufriss ist's nicht. 2 GG, ein DSP und probieren, zum testen tut's ggf sogar ein Verstärker mit Phasen-Poti.
 
Das Cardio-Projekt ist aber geil und so'n Riesen-Aufriss ist's nicht. 2 GG, ein DSP und probieren, zum testen tut's ggf sogar ein Verstärker mit Phasen-Poti.
Haha, gleichzeitig quasi das Gegenteil geschrieben. ;) Komplette Verunsicherung.
Ahjo das können wir hier besonders gut :-)

Ne, Spaß bei Seite. Selber habe ich schon echt viele Ansätze gehört für verschiedenste Anwendungen.
Fakt ist, das Gebäude trägt einen nicht zu unterschätzenden Teil dazu bei weis um uns herum noch passiert.
 
Weiß ich, ich bin von Sub über Dual-Sub über Multi-Sub beim DBA gelandet und damit war dann endlich gut.

Der Cardio hat natürlich auch das Problem, dass in einer Richtung ja lange Wellen raus kommen. Die treffen genauso irgendwann auf 'ne Wand, werden reflektiert, finden wieder 'ne Wand und machen dann auch 'ne stehende Welle. Etwas leiser halt, als bei 'nem Kugelstrahler, aber weg ist die stehende Welle nicht. Vorteil von 'nem Cardio müsste allerdings sein, dass ich diesen schon mittels einer Drehung irgendwo hin zielen kann. Wie gut das funktioniert, wäre ein Versuch wert.
 
Danke nochmal für das Feedback. Ich kann zum Testen tatsächlich auf vorhandenes Material zurückgreifen: Im Heimkino laufen aktuell 4× 12" geschlossen, damit kann ich gut rumexperimentieren. Eine 4-Kanal-Endstufe ist auch da. ich brauche im Grunde nur noch einen passenden DSP, dann kann’s losgehen.

Ich bin gerade noch im Urlaub, daher hat das alles noch ein bisschen Zeit. Aber der theoretische Part hilft mir enorm.

Schöne Grüße aus Thailand!
 
Na perfekt. Mein Tip: Probier ein DBA. Das muss nicht perfekt stehen, um Wirkung zu zeigen und braucht auch nicht zwingend viele Treiber. Meins hat 2 Subs vorne, knapp unter 'nem Meter hoch, zu weit rechts und zu weit links. Hinten noch mal zwei, die sind besser positioniert, aber auch fern ab von perfekt. Ich hab vorne 'ne Balkontür und ein großes Fenster und hinten auch 'ne Tür. Dennoch: Wenn ich das hintere Gitter ausmache, gibt's Riesen-Peaks, wenn ich es wieder zuschalte, sind die weg. Funktioniert leider nur bis 60 Hz rauf, wegen des großen Abstandes vorne (3 m!), aber bis dahin tut es, was es soll. Wenn ich den Raum verlasse, wird der Tiefbass schlagartig leiser und auch meine Nachbarn haben sich noch nie beschwert. Das war das Ende eines längeren Wegs und die Basswiedergabe ist richtig gut.
 
Na perfekt. Mein Tip: Probier ein DBA. Das muss nicht perfekt stehen, um Wirkung zu zeigen und braucht auch nicht zwingend viele Treiber. Meins hat 2 Subs vorne, knapp unter 'nem Meter hoch, zu weit rechts und zu weit links. Hinten noch mal zwei, die sind besser positioniert, aber auch fern ab von perfekt. Ich hab vorne 'ne Balkontür und ein großes Fenster und hinten auch 'ne Tür. Dennoch: Wenn ich das hintere Gitter ausmache, gibt's Riesen-Peaks, wenn ich es wieder zuschalte, sind die weg. Funktioniert leider nur bis 60 Hz rauf, wegen des großen Abstandes vorne (3 m!), aber bis dahin tut es, was es soll. Wenn ich den Raum verlasse, wird der Tiefbass schlagartig leiser und auch meine Nachbarn haben sich noch nie beschwert. Das war das Ende eines längeren Wegs und die Basswiedergabe ist richtig gut.
Ein DBA ist technisch reizvoll und in vielen Fällen die sauberste Lösung. Aber es passt hier schlicht nicht ins Konzept. Ziel ist eher ein lokal begrenztes, kontrolliertes Setup rund um den Hörplatz, das Musik intensiv und präzise wiedergibt, ohne den gesamten Raum massiv anzuregen.

Mir sind die Vorteile durchaus bewusst. Ich hatte selbst schon ein SBA mit vier 12-Zöllern und zusätzlich eine massive Bafflewall 1 m, komplett mit Steinwolle gefüllt. Das hat sehr gut funktioniert, zumindest in dem Pegelbereich, in dem ich höre, stehende Wellen waren praktisch kein Thema.

Aber genau das ist der Punkt: Das ist hier nicht das Ziel.

Der Rest des Raumes soll ganz normal nutzbar bleiben, und es soll möglich sein, sich dort aufzuhalten, ohne vom Bass „belästigt“ zu werden.
 
Der Cardio hat natürlich auch das Problem, dass in einer Richtung ja lange Wellen raus kommen. Die treffen genauso irgendwann auf 'ne Wand, werden reflektiert, finden wieder 'ne Wand und machen dann auch 'ne stehende Welle.
Genau das denke ich mir hier seit Seite 1.
Gerichtete Abstrahlung ja, aber wir sind nicht im Freifeld -> spätestens bei der Wellenlänge im Bereich des Raumes ist cardioid doch eigentlich vorbei, und die "üblichen" Probleme fangen an.
Energie rausnehmen -> auslöschen. Wann? Eigentlich sofort bei entstehen, weil wir ja auch keine Wellenfront zum später canceln bilden können. Wir haben effektiv nur einen Punkt im Raum zum emittieren. Also bleibt Di/Ripol. Kein Delay, etc..
Oder?
 
BTW.
Due vielen verschiedenen Aufstellungen habe ich in X-fachen Varianten ausprobiert und vermessen
Und jede kommt anders an. Daher kann ich jeden nur dazu ermutigen, es auszuprobieren.

PS. Das erinnerte mich an das Computer-Spiel, das ich in der „Jugend“ gespielt habe: Sokoban (Kisten Schieben)

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…. Zu groß ist die Wirkung der Grundlegenden Konstruktion des Gebäudes. Das muss man sich immer vor Augen halten.
Alleine der Fußbodenaufbau kann hier signifikant sein. Deswegen sollte man sich auch überlegen den Subwoofer vom Boden zu entkoppeln.

Na ja, man könnte die Frage stellen, ob die Anregung des Bodens durch den physikalischen Kontakt des Subwoofers mit dem Boden erfolgt (und somit eine Entkopplung sinnvoll ist), oder wird der Boden durch die akustische Welle (Schalldruck in dem Raum) zum Mitschwingen angeregt (wie eine Passiv-Membran in einem Lautsprecher)

Beispiel: ein Subwoofer ist nicht mit der Decke physikalisch gekoppelt (kein Kontakt), und trotz dem der Nachbar ein Stockwerk höher, hört dein Umpfta-Umpfta genauso, wie der Nachbar ein Stockwerk dadrunter
 
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