Mein Heimkino, bau wenn Zeit und Lust ist :-)

Das mit der Steicoflex verstehe ich nicht ganz. Mag sein, dass ich mich irre, aber Ich glaube es ist ein Produkt primär für die Wärmeisolierung und nicht für die akustische Isolierung (also Bauakustik) oder was wir hier brauchen: Absorbtion (also Raumakustik). Das sind drei Unterschiedliche "Baustellen" :-)
Wo werden die Steicoflex Platten angebracht? an allen Seitenwänden, oder nur an der "Aussenwand", und werden sie noch irgendwie "verputzt" oder nur mit dem Akustikstoff verdeck? Du hast irgendwo von Putz geschrieben
Im Prinzip sind so ziemlich alle Materialien zur Schalldämmung auch zur Wärmeisolation geeignet. Die sehr beliebte Steinwolle wird ja auch mehr oder wenig für die Akustischen Maßnahmen zweckentfremdet.
Steico selber gibt einen Strömungswiderstand von 5 ( 5000 ) an. Damit lässt sich dann alles einfach berechnen.
Und ja, man kann auch andere Materialien verwenden die ganz speziell für Akustik gebaut sind, so jedenfalls das Marketing.

Jetzt kommt aber das DICKE "ABER". Diese Angaben der Hersteller sind halt wie Parameter von Basstreibern auch, nicht unbedingt genau.
So jedenfalls meine Erfahrung.

Das Steico wird überall dort eingesetzt wo ich Wände bedämpfe. Die Rückwand hat vollflächig 40cm, in den Ecken werden es 60-80 cm. Vorne werden es Vollflächig 34cm.
Die Seitenwände bekommen je nach Position auf Ohrhöhe 200mm mit 5cm Wandabstand.

Dann messe ich und höre es mir an. Dann beurteile ich wie es sich anfühlt, vor allem auch das Raumgefühl ohne Audio. Danach kann dann durch Verlatten entsprechend angepasst werden.

Weil eines kann ich Dir direkt sagen, Du kannst messen und mit den frei zugänglichen Programmen viel Simulieren. Wenn Du das dann an genau dem einen Punkt wieder nachmessen wirst, dann wird auch das Gemessene mit dem Simulierten recht genau übereinstimmen. ABER, bewegst Du was, veränderst Du was. Und den gefühlten Raumeindruck was das Lebensgefühl angeht, das messtechnisch zu erfassen ist schwierig, da stimmst Du mir sicher zu.IMG_6722.png

Blau = mit 200mm Sonorock auf den Collor-all, grün mit 100mm und 100mm Luft bis zur Decke.
 
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1. Gedanke: Teaser...
nur mit wirklich hervorragenden räumlichen Voraussetzungen
was schon mal das Delta aufmacht... wenn das Fundament / Raum gut sind... 👍
104db ist k3 bei der 30mm Kalotte
warum muss ein Demo denn Schüttelnde Sitze und Gehörschaden bedeuten? Ich finde 100db im Hoch/Mittelton laut genug für jede "Unterhaltung". Klarer, entspannter Klang der einen voll einnimmt und man sich dann wundert, das man sich noch locker unterhalten kann ohne zu schreien finde ich beeindruckender.

Sehr schönes Projekt, auch wenn ich die Anzahl der Subwoofer und PA Verstärker irritierend finde - wie gezeigt wurde, das eigentlich auch ein AVR mit einem Bassamp ausreichen könnte.
 
1. Gedanke: Teaser...

was schon mal das Delta aufmacht... wenn das Fundament / Raum gut sind... 👍

warum muss ein Demo denn Schüttelnde Sitze und Gehörschaden bedeuten? Ich finde 100db im Hoch/Mittelton laut genug für jede "Unterhaltung". Klarer, entspannter Klang der einen voll einnimmt und man sich dann wundert, das man sich noch locker unterhalten kann ohne zu schreien finde ich beeindruckender.

Sehr schönes Projekt, auch wenn ich die Anzahl der Subwoofer und PA Verstärker irritierend finde - wie gezeigt wurde, das eigentlich auch ein AVR mit einem Bassamp ausreichen könnte.
Auf das warum mit den AMPS gehe ich noch ein.
 
Zum Thema Boden- und Deckenreflexionen: Meines Wissens nach, ist es so, dass wir evolutionär von oben nichts zu befürchten hatten und daher unser Hören sehr "verwirrt" reagiert, wenn was von oben kommt. Unser Hören ist auf Signale in unserer Ebene ausgelegt und beinhaltet damit IMMER Bodenreflexionen. Der Mensch (und sicherlich viele Tiere) sind also Bodenreflxionen dermaßen gewöhnt, dass es sogar kontraproduktiv sein kann, diese komplett zu eliminieren, weil es sich für uns dann nicht mehr natürlich anhört. Das habe ich vor vielen Jahren an der ein oder anderen Stelle so aufgeschnappt und wenn ich mal bewusst drauf achte, erscheint mir das auch vollkommen hinzuhauen.

Zur Dämmung/Dämpfung mal ganz allgemein aus der Praxis: Wir haben bei uns auf der Arbeit einen Veranstaltungssaal, der an allen 6 (!) Begrenzungsflächen absorbiert und zwar kräftigst! Hier ist selbst der Boden mit feinen Löchern versehen, dahinter Dämmung. Ergebnis: In dem Raum wird einem unwohl, NICHTS klingt mehr natürlich. Wenn man da in die Hände klatscht, kommt einfach NIX zurück aus dem Raum. Wenn einer spricht, ist es auch ganz seltsam, da fehlt massiv was. Am Ende wurde aus der Surround-Anlage (Multifunktionssaal) eine künstliche Nachhall-Anlage, weil man sonst echt 'ne Macke kriegt, da drin. Das ist nun keine graue Theorie, sondern einer meiner Arbeitsplätze, den ich also ganz gut kenne.

Ich persönlich komme zu Hause wie gesagt mit CD-Lautsprechern und Vorhängen an 3 Wänden (Boden Holz, Decke nackt) zu einer lebendigen, aber nie nervigen Wiedergabe, die deutlich besser tönt, als Live-Stimmen in dem Raum. Ist ganz witzig, der Effekt.

Die Lautsprecher, die Dominic sich da ausgesucht hat, machen übrigens tatsächlich über unterschiedliche Ansteuerung der einzelnen Treiber direkt das gewünschte Richtverhalten. Stand der Technik gut umgesetzt, würde ich mal sagen.

In dem Zusammenhang ist auch erwähnenswert, warum Acourate i.d.R. besser ist, als die Konkurrenz. Uli sagt, dass überwiegend Mathematiker meist hergehen und sagen, dass man alles korrigieren könne. Wenn man das zu rigoros tut, klaut man der Sache aber "die Luft zum atmen". Acourate hör an genau der richtigen Stelle aufgehört, Korrektur zu forcieren und lässt fünf einfach gerade sein. Meiner Meinung nach ist dass eine der häufigsten Ursachen dafür, dass Leute trotz eine Riesen-Aufwands am Ende mit dem Ergebnis unzufrieden sind: Sie sind über's Ziel hinausgeschossen und nicht trotz sondern wegen des Riesen-Aufwands unzufrieden.
 
In dem Zusammenhang ist auch erwähnenswert, warum Acourate i.d.R. besser ist, als die Konkurrenz. Uli sagt, dass überwiegend Mathematiker meist hergehen und sagen, dass man alles korrigieren könne. Wenn man das zu rigoros tut, klaut man der Sache aber "die Luft zum atmen". Acourate hör an genau der richtigen Stelle aufgehört, Korrektur zu forcieren und lässt fünf einfach gerade sein. Meiner Meinung nach ist dass eine der häufigsten Ursachen dafür, dass Leute trotz eine Riesen-Aufwands am Ende mit dem Ergebnis unzufrieden sind: Sie sind über's Ziel hinausgeschossen und nicht trotz sondern wegen des Riesen-Aufwands unzufrieden.
:thumbsup: :thumbsup:

Das klangliche Ergebnis von Acourate von Dr. Ulli Brüggemann und den Abacus Hörnern überzeugt mich auf jeden Fall. Das klingt sehr gut und ist noch nicht "tot-equalized". :king:
 
:thumbsup: :thumbsup:

Das klangliche Ergebnis von Acourate von Dr. Ulli Brüggemann und den Abacus Hörnern überzeugt mich auf jeden Fall. Das klingt sehr gut und ist noch nicht "tot-equalized". :king:
Es gibt kein tot-equalized sondern nur falsches equalizing. Der Grund ist oft ein falscher Ansatz oder flasche Auswertung. Sei es vor dem Gerät oder im Algorithmus.

Und wenn Ulli das einfach gut erkannt hat und umsetzt, denn gebührt Ihm zu recht Ehre und Ruhm. Seid vielen Jahren habe ich eine Acourate Lizenz.
 
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80x80 Brettschichtholz für die Vorständerung. Geordert in 13m Länge von der Abbinderei.IMG_7069.jpeg

Nach dem Aufmaß eine Liste erstellt, oben im Hof alles Vorgesägt, nummeriert und runter ins Kino gebracht.
 
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Mittels Laser Decken, Boden und Wände markiert. Auf den Boden mittels Konstruktionskleber Waschmaschinen Entkopplungsmatten geklebt.
 
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Auf die am Boden verklebten Matten wurden die Unteren Balken aufgeklebt. Parallel wurden Balken oben massiv an die Decke geschraubt.
Dazwischen kamen die passend zugesägten Stützen. Alles wurde verschraubt und mit PU Kleber verklebt.
Von der Konstruktion zu den Wänden wurden an allen Kreuzungspunkten Stützen gebaut die mit der Konstruktion direkt und mit der Außenwand über Stahlwinkel verschraubt wurden.
Alles ist sehr stabil. Trittschall vom Boden zur Konstruktion wird effektiv verhindert.

Für alles habe ich mir viel Zeit gelassen, penibel ausgemessen und ausgerichtet. Das zahlt sich später aus beim bau der Verblendungen.
 
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Die Lautsprecher, die Dominic sich da ausgesucht hat, machen übrigens tatsächlich über unterschiedliche Ansteuerung der einzelnen Treiber direkt das gewünschte Richtverhalten. Stand der Technik gut umgesetzt, würde ich mal sagen.
Nur kurz dazu. Um die einzelnen Treiber unterschiedlich anzusteuern und dadurch gezielt deren Richtverhalten zu beeinflussen, brauchen sie unterschiedliche, entsprechend aufbereitete Signale. Das bedeutet: aktive mehrweg Frequenzweiche -> DSP! Und dazu gibt es auch entsprechende Frequenzweichen Designs wie z.B. die Horbach-Keele


Die gibt es auch in Acourate!!!


und hier


Es gibt auch andere, kommerzielle Lösungen die gezielt die richtcharakteristig steuern (siehe Kii 3, 7,... oder die grossen Genelec), aber wie gesagt, sie sind aktiv.

Wie machen sie das bei den Lautsprechern, die Dominic gewählt hat? Ich dachte die sind passiv.
PS. Da gibt es einen Typen, der sich auf sowas spezialisiert hat: FoLLgoTT
 
Ich dachte die sind passiv.
naja.. von einem DSP-Vor-Verstärker (AVR) in einen kanalgetrennten DSP zur el. Signalbearbeitung und in einen kanalgetrennten Endverstärker... ich tue mir da manchmal mit der Definition von "passiver Lautsprecher" schwer, auch wenn ein 2- oder 3- Wegesystem in einem Gehäuse bei den Treibern seinen 12db- Job tut.
 
Nur kurz dazu. Um die einzelnen Treiber unterschiedlich anzusteuern und dadurch gezielt deren Richtverhalten zu beeinflussen, brauchen sie unterschiedliche, entsprechend aufbereitete Signale. Das bedeutet: aktive mehrweg Frequenzweiche -> DSP! Und dazu gibt es auch entsprechende Frequenzweichen Designs wie z.B. die Horbach-Keele


Die gibt es auch in Acourate!!!


und hier


Es gibt auch andere, kommerzielle Lösungen die gezielt die richtcharakteristig steuern (siehe Kii 3, 7,... oder die grossen Genelec), aber wie gesagt, sie sind aktiv.

Wie machen sie das bei den Lautsprechern, die Dominic gewählt hat? Ich dachte die sind passiv.
PS. Da gibt es einen Typen, der sich auf sowas spezialisiert hat: FoLLgoTT

Und außer FoLLgoTT gibt es sonnst niemanden der den Bau von einsatzoptimierten Lautsprechersystemen beherrscht?

Diese Diskussion braucht hier nicht weiter geführt zu werden, denn es macht keinen Sinn mit MrCool darüber zu diskutieren.
 
Ich finde das auch unsinnig auf welche Zweige das geführt wird. Der Typ hat übrigens einen Namen und heißt Nils (nicht FM-Audio, sondern Follgott) 😉
 
Ich finde das auch unsinnig auf welche Zweige das geführt wird. Der Typ hat übrigens einen Namen und heißt Nils (nicht FM-Audio, sondern Follgott) 😉
Danke Moe.
Und das es nicht falsch verstanden wird, Nils, aka Follgott, verdient Riesen Respekt. Er hat die Hifiwelt wirklich bereichert. Ich habe einiges von dem gelesen was er verfasst hat und dadurch auch eigene Rückschlüsse ziehen können. Das hat mir wirklich viel Zeit gespart und auch meinen Horizont in dem Bereich erweitert.
 
Absolut, zumal es eben sehr schön dokumentiert der breiten Masse zugänglich ist und nicht super duper geheim unter Verschluss ist (was bei eigens erarbeitetem Wissen durchaus auch legitim wäre, ich möchte es nur positiv hervorheben). Ich konnte da auch schon einiges von lernen und meine aktuelle Lautsprecher-Entwicklung fußt auch hier und da auf seinen Erkenntnissen.
 
JaMan, der Nils hat das DBA salonfähig gemacht. Ich habe einst Forenbeiträge von so'nen verrückten Studenten gefunden, der aus Pressspahn mit abenteuerlichen Treibern einbsogenanntes "DBA" zusammen geschustert hat und war vom Konzept beeindruckt. Das war Nils 1.0 und tatsächlich hat er die Welt damit bereichert! Danke dafür!
 
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