Welches Messequipment nutzt ihr aktuell?

Imho spielt das Interface noch die kleinere Rolle.
Alles steht und fällt mit der Qualität des Mikrofons.
Ein isemCON aufwärts (Earthworks etc.) plus ein gebrauchtes Focusrite Interface ist in meinen Augen sinnvoller, als ein neues AMI und dann ein "preiswerteres" Mikrofon (um nicht zu sagen billigeres).
 
Imho spielt das Interface noch die kleinere Rolle.
Alles steht und fällt mit der Qualität des Mikrofons.
Ein isemCON aufwärts (Earthworks etc.) plus ein gebrauchtes Focusrite Interface ist in meinen Augen sinnvoller, als ein neues AMI und dann ein "preiswerteres" Mikrofon (um nicht zu sagen billigeres).
Zusätzlich dazu gewinnt man maximale Flexibilität beim einmessen was loopback & co angeht.
Ich mag die evo soundkarten allein deshalb mittlerweile echt gern: internes loopback und Software seitiger gain :-)
 
Hauptsächliche Anwendung soll Impulsantwort werden vorerst, und dann was man eben sonst noch so (elektrisch) messen kann. Dazu habe ich jede Menge auf YT geforscht, dort ist das Focusrite 212 quasi Industriestandard. Von den specs her geben sich meine oben genannten Varianten aber nicht viel, deshalb meine Frage was ich übersehen habe. (vieleicht mal Verzerrungsmessungen usw.)

Da sind solche Erkenntnisse wie zum Evo auch sehr gut.

Das AMI ist da dabei wegen Ökosystem, Abzüge in der B-Note wegen der Treiber. Geplant wäre nämlich auch dass das mein Spezi für seine Heimkino-Messungen auch mal nutzt, da ist ASIO sozusagen der Goldstandard.

Zum Mic werde ich mich mit meinem _professionellen_ Tontechnik-Spezi nochmal befassen. Der hat das Thema aber eher entspannt gesehen, gut, der macht nicht Rammstein oder die Wiener Philharmoniker, aber 1000px könnens halt auch sein.
 
Tontechniker die Hallen einmessen benötigen Messmikrofone, die andere Dinge besser können, z.B. hohe Schalldruckpegel... auch ist es bei denen so, dass in großen Hallen ab der Schroeder-Frequenz so gut wie nichts mehr per EQ gerichtet wird. Schau Dir mal die Videos von SoundDesign Live auf youtube an.
Fensterung etc. funktioniert in großen Hallen auch deutlich einfacher/besser als im Auto.
Das kann man also nicht direkt vergleichen.'
Frag da eher Leute, die professionell Tonstudios im Nahfeld einmessen.

Mit einem Behringer zum Anfang kannst Du auch sicherlich alles messen, aber die Frage ist halt immer: Misst Du morgen das gleiche wie heute, oder ist die Messung aufgrund anderer Temperatur/Luftfeuchtigkeit/Tageszeit bedeutend anders? Guten Mikrofonen ist das vergleichsweise egal, diese messen unter unterschiedlichen Bedingungen immer recht genau (im Rahmen der ab Werk zugelassenen Abweichungen).
Den Umstieg von einem UMIK-1 und 7 Behringern im Array auf ein isemCON habe ich jedenfalls nicht bereut. Ein Array mit den isemCONs wäre zwar nett, aber halt auch recht teuer. :lolschild:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich komme ein bißchen aus der Messtechnik, du hast da sehr valide Punkte genannt. Er hat da viel mehr Erfahrung als jeder andere mit dem ich direkt reden könnte, so gesehen ist das sehr hilfreich, auch wenns im Auto natürlich anders ist.

Die Linien müssen sich irgendwo schneiden, das hängt ja auch von der Tiefe mit der man ins Thema einsteigen will ab :) In meinem Fall wäre das UMIK für RTA gedacht und Interface + billiges Mic für Impuls, elektrische Messungen, ...

Wäre es besser gleich mit Interface und ordentlichem Mic einzusteigen? Ja sicher, auch finanziell :)

Priorität für mich ist mal überhaupt messen zu können, Wiederholbarkeit zu 100% ist ein valider Punkt. Stand in der Ausprägung aber nicht in meinem Lastenheft.

Shannon/Nyquist: was verwenden Profis da? 48/96kb?

Beim nächsten HNO-Besuch lass ich mal ein RTA von mir machen :)
 
Sorry... hatte aus Reflex Nyquist Frequenz geschrieben, obwohl ich die Schroeder Frequenz gemeint habe...
Soweit mir bekannt ist, wird in großen Hallen ein EQ selten über 300Hz durchgeführt, es sei denn, die Halle hat hier sehr starke Überhohungen. Dies deswegen, weil in Hallen hier der Direktschall sehr gut von Reflexionen unterschieden werden kann, da die Abstände Schallquelle <--> Reflexionfläche sehr groß sind. Daher funktioniert hier auch das Fenstern sehr gut, was es einfach macht, den Direktschall zu messen.
Das ist im Auto aufgrund der sehr kurzen Abstände zu umgebenden und reflektierenden Flächen deutlich anders. Die meisten Reflexionen im Auto sind so früh, dass unser Ohr die nicht mehr vom Direktschall unterscheiden kann, bzw. die zu unterscheidenden Reflektionen liegen im Frequenzband so hoch, dass diese von vielen Hörern gar nicht mehr wahrgenommen werden können. Fenstern einer Messung ist zwar möglich, aber man verliert massiv Auflösung, bzw. häufig sogar überhaupt die Möglichkeit, im unteren Frequenzbereich bei der Aufnahme, so dass dies häufig gar nicht erst gemacht wird.
 
Ich verstehe bei manchen hobbies nicht, was "Einsteigerequipment" ist.
Gibt doch nichts frustrierenderes, als wenn du heute endlich eine Einstellung gefunden hast, die für dich passt und du kannst es morgen nicht wiederholen.
isemcon ist ein gutes Einsteigerequipment würde ich sagen. Alles andere ist fast nur Zeitverschwendung, vorallem wenn man nicht weiß, was warum passiert.

Wenn ich festgestellt habe, das ich gern wandere, kaufe ich doch auch nicht Einstiegs-Schuhe für 50€ wo ich blasen bekomme und was weiß ich nicht, sondern kaufe gutes/sehr gutes Equipment, was mir nicht gleich den Spaß vermiest.
Teures/gutes Zeug lässt sich in der Regel auch wieder sehr gut verkaufen.
 
Nunja... für mich ist Einstiegsequipment dasjenige, welches halbwegs reproduzierbare Ergebnisse bringt, ohne dafür einen Kredit aufzunehmen.
Ein Focusrite ist ein Einstiegsgerät, da es die notwendigen Funktionen liefert, ohne dabei übermäßig teuer zu sein.
Ein Beyerdynamik MM1 wäre ebenfalls ein Einstiegsmikro, da es relativ günstig ist, dabei aber trotzdem individuell kalibriert wurde.
Die Grenzen verschwimmen hier aber schon deutlich.

Ich persönlich würde heutzutage aber keinem mehr zu einem Beyerdynamik raten, wenn ich für ein wenig mehr Geld ein isemCON kaufen kann. Die Qualität ist einfach eine komplett andere.
 
Mit untauglichem Equipment versuchen zu lernen macht keinen Sinn. Gleich das high-end-gear anzuschaffen aus meiner Sicht auch nicht.
Ich hab mit einem selbstgebauten Mikro/Vorverstärker angefangen, der größte Teil war zu lernen wie ich es hinbekomme dass sich das gehörte mit dem gemessenen deckt.

Ob das Mikro von damals nun oben raus 1dB drüber liegt, oder 2dB drunter, weiß ich bin heute nicht - ist aber auch nicht so wichtig, weils für mich am Handwerk wenig ändert.
Die Reproduzierbarkeit kommt vom Vorgang, nicht vom Mikro.

Von da her würde ich die Tauglichkeit nicht unbedingt an einer individuellen Kalibrierung festmachen. Wenn man die Messungen stabil hinbekommt justiert man eh die Zielkurve nach Geschmack - und das mehr, als die typischen Abweichungen von unkalibrierten Kapseln sind.

Wichtiger sind, glaube ich, einfache Handhabung und hohe Toleranz gegen Behandlungsfehler. Da finde ich zB das Umik stark. Soundkarte drin, nahtlose Integration ins REW, das beseitigt schon mal so viele Fehlerquellen - Analoge Steckverbindungen die wackeln, falscher Pegelabgleich, etcpp.
Da ist es zu verschmerzen, dass es vielleicht nicht pro Stück sondern in batches "kalibriert" wird.

Spaß muss es machen, und die Eintrittshürde muss niedrig sein...
 
Sehe es genauso wie @Prometheus.

Gerade bei HighEnd Mikros wird vom Anwender noch weniger die Messung hinterfragt. Es wird irgendwas gemessen und als "Richtig" angesehen. Für jemanden zum Einstieg eher ungeeignet.

Wenn ich mir unsicher bin, ob ein neues Hobby so das richtige für mich ist, hole ich mir am Anfang auch kein Profi-Equipment. Viele haben sich ja ein Messmikrofon geholt und hinterher aufgegeben bzw. lieber von jemanden einstellen lassen, weil man schneller am Ziel ist.

Ich nutze noch weiterhin ein Umik1 und habe bis jetzt keinen Grund gefunden ein "Upgrade" zu machen, obwohl ich gefühlt alle 2 Jahre mein Einmessen hinterfrage.
 
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