Sphärisches Tuning

sirmunchalot

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ronald kittag
Bin auf YouTube auf einen ziemlich ausgesparten Australier gestoßen, der eine interessante Variante des Tunings von Lautsprechern präsentiert hat. Er schwenkt beim Einmessen das Mikrofon an einem Band in sphärischen Bahnen.
Er verspricht dadurch deutlich bessere Tiefenstaffelung und Bühnenpräsenz.
Seine Ausführungen sind nicht ganz einfach zu verstehen, da er doch einen starken australischen Akzent hat und das nicht immer leicht zu erfassen ist, was er genau meint.
Sind einige Videos und ganz durchgestiegen bin ich noch nicht
Hat von euch jemand mal ähnliches probiert oder kann was dazu sagen?
 
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Einpunkt-Messung vs Mehrpunkt-Messung. Wir haben kein Zentralohr an einem festen Punkt und manche Menschen nehmen sogar unterschiedliche Hörpositionen ein.

Das begründet ein breiteres Mittel durch verschiedene Messpunkte. Beim Car Audio wurde ein "Wedeln" um den Kopf bei einem Mono-Mikrofon empfohlen oder andere haben teurere Mehr-Mikrofon Messungen etabliert - was natürlich deutlich höhere Anforderungen an Kaufkraft + SW Rechenleistung stellt.

Raumakustische Grundlagen empfohlen

und nicht jeden Youtube / Online Mist für voll nehmen. Raumakustik ist Physik und Hörvermögen individuelle Biologie.

Aber es steht jedem frei auszutesten was für einen Selbst am besten funktioniert

es gibt CarAudio Enthusiasten mit Stativen für 5-8 Mikrofone um Hörpositions-bezogene Indifferenzen breiter zu mitteln. Es gibt Leute die Schaufensterpuppen oder Torso anziehen und mit Mikrofone bestücken um unter annähernd "Reflektions-Realistische Mittel" zu messen. Es gibt Binaurale Mikrofone und Quadrophonie-Messungen.
 
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Er basiert seine messmethode auf wissenschaftliche papers zum Thema Raumakustik und darauf das alpine ebenfalls von wedeln rund um die hörposition abweicht und den gesamten Hörstück ins Linien abwedelt.
 
Es geht darum verschiedene Ansätze bzw Probleme der Raumakustik und Messmthoden zu erkennen, angefangen mit dem Einbau der Treiber, deren Einbauposition und dem Reflektionsverhalten. Es geht um Wellenfronten, Tonalen Auslöschungen und Überlagerungen - und darum, das Klang sich nicht auf einer Ebene verbreitet und auch nach Erfassung an einem Messpunkt nicht verschwindet oder sich auflöst. Denn Zeitlich verschwindet das Tonale Ereignis schon vom Messpunkt, wandert aber im Raum weiter und vermischt / verändert sich...

Das Video zeigt mir eben das es Einzelpunkt- und Mehrpunktmessungen als Konzept gibt und dazu ermutigt, verschiedene Datenerhebungen und Algorithmen zu testen.

Wenn man auf verschiedenen Höhen, Breiten und Tiefen misst, erhält man eben mehr verschiedene Raumeffekt-informationen als nur von einem kleinen Punkt. Wenn man zeitlich begrenzte oder veränderliche Signale misst wie z.B. Terzbandrauschen als ½ Sekunden Burst oder einen Sweep, dann bekommt man eher einen Zeit-realistischen Eindruck als statische Effektcluster von sich aufbauenden stehenden Wellen und Reflektionsüberlagerungen.
 
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Er basiert seine messmethode auf wissenschaftliche papers zum Thema Raumakustik und darauf das alpine ebenfalls von wedeln rund um die hörposition abweicht und den gesamten Hörstück ins Linien abwedelt.
Bezogen auf eine Hörposition oder Fahrer und Beifahrer?
 
Bin auf YouTube auf einen ziemlich ausgesparten Australier gestoßen, der eine interessante Variante des Tunings von Lautsprechern präsentiert hat. Er schwenkt beim Einmessen das Mikrofon an einem Band in sphärischen Bahnen.
Er verspricht dadurch deutlich bessere Tiefenstaffelung und Bühnenpräsenz.
Seine Ausführungen sind nicht ganz einfach zu verstehen, da er doch einen starken australischen Akzent hat und das nicht immer leicht zu erfassen ist, was er genau meint.
Sind einige Videos und ganz durchgestiegen bin ich noch nicht
Hat von euch jemand mal ähnliches probiert oder kann was dazu sagen?
Um das bewerten zu können müsste man wissen wie vorher die Anlage geklungen hat und wie es jetzt ist. Aussagen von jemanden dem man nicht kennt sind kaum was wert. Sicherlich eine Idee die man probieren kann.

Welche Methode die Beste ist, könnte man z.B. so erfahren. Man nimmt ein Auto und lässt 3-4 Leute unabhängig und unwissend mit eben den verschiedenen Messmethoden abstimmen.
Die Ergebnisse könnte man dan vergleichen.
Ob sich dann das Ganze auf andere Fahrzeuge mit anderer Raumakustik, LS Anordnung und Sitzposition etc. überträgt ist eine andere Frage.

Ich würde es hochinteressant finden, wenn es bei den Klangwettbewerben eine fahrzeugspezifische Kategorie gäbe. Dann wäre der Vergleich untereinander viel interessanter.
 
Dafür müsste es bei Klangwettbewerben deutlich mehr Besucher und bei den Veranstaltern deutlich mehr Beteiligte auf der Veranstalterseite geben. Bei einem der zwei kann man sich aufgrund der Vereinseigenschaft prima bis zum Vorstand einbringen. Bei dem Anderen ist man ebenfalls z.B. als Juror willkommen.
 
Wenn das so weitergeht, dann treten doch bald ohnehin nur noch 5er BMWs gegeneinander an.
Das Ding ist der Leon 5F von heute 😂
 
Ich gebe zu ich freue mich darauf die ganzen 5er dieses Jahr zu hören. Alle mit unterschiedlichen Systemen, Ansätzen, Einbauplätzen. Besonders interessant wenn man selbst so ein Ding mitbringt.
 
Joa, das könnte interessant werden dieses Jahr.

Viele Grüße Micha :beer:
 
die uralte Methode, Frequenzgangverschiebungen durch Raumeinflüsse zu erkennen, ist immer noch: Nahfeldmessung (max 7 cm vor'm LS) mit Hörpositionsmessung zu vergleichen. Und dann die Ursachen für die Unterschiede rausfinden und beseitigen. Je mehr EQ man einsetzt, desto unnatürlicher klingt's am Ende. Entscheidend ist immer die Hörprüfung.
 
Hier habe ich mal beschrieben, wie man recht unkompliziert mit REW aus zwei Messungen den Unterschied rausextrahiert. Damit könnte man evtl. den "Raumeinfluss" Auto in so einem Szenario sichtbar machen und analysieren.
 
Und dann die Ursachen für die Unterschiede rausfinden und beseitigen. Je mehr EQ man einsetzt, desto unnatürlicher klingt's am Ende. Entscheidend ist immer die Hörprüfung.

Wie willst du die Ursachen beseitigen, wenn Einbauort und Hörplatz fix sind? Der Raum und die reflektierenen Flächen lassen sich in einem Auto nicht mit Absorbern etc. wie in einer Wohnung minimieren. Ohne EQ ist es leider nicht möglich. Die Anzahl der EQs sagen auch nichts darüber aus, ob etwas natürlicher klingt oder nicht.
Es kommt drauf an und hier bin ich bei dir. Das Hören ist das alles Entscheidene. Manchmal tut es 1 Regler, manchmal braucht man eben 30 Regler oder mehr.

War nicht das Auto von Lidonis alias Diabolo, der eines der bestbewerteten Autos im Aya Klangwettbewerb vor vielen Jahren hatte, obwohl der DSP exterm viele Eingriffe hatte?

Da war doch das Urteil, verzerrungsfreie natürliche Studiowiedergabe, wenn ich mich richtig erinnere. :)

Anfänger bügeln den Amplitudengang nur nach Messung und Referenzkurve, das ist schwierig aufgrund der unterschiedlichen Fahrzeugakustik von Autotyp zu Autotyp und Platzierung der Chassis.
 
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Anfänger bügeln den Amplitudengang nur nach Messung und Referenzkurve, das ist schwierig aufgrund der unterschiedlichen Fahrzeugakustik von Autotyp zu Autotyp und Platzierung der Chassis.

Könntest du die Problematik für besagte Anfänger weiter erläutern? 😁
 
Die Anzahl-EQ-Band Diskussion ist lange überholt…
In Zeiten von guter Rechenleistung hat man kaum Nachteile durch den Einsatz von EQ-Bändern…insofern man nicht übers Ziel hinausschießt und die Limits des DSP durch Eingriffe übertrifft…
Der bessere Einbau der Komponenten steht selbstverständlich weit über dem Einsatz des DSP…man kann eben nicht alles kompensieren.

Grundlegend ist das Messen an sich nicht das Problem…eher, dass angenommen, wird, dass es gut klingen muss, wenn es sich gut misst.
Das liegt aber häufig eher daran, dass weder die Messstrategie, das Equipment, noch die Limitierungen des Ganzen hinterfragt werden.
Viel hören, vor allem andere Fahrzeuge, kritisch das eigene Tun hinterfragen und bereit sein zu lernen, bringen einen deutlich mehr voran, als irgendwelchen, häufig unbegründeten Paradigmen hinterherzulaufen.


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