Räumliche Gestaltung Volumen + akustische Auswirkungen???

Room4Loud

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Aloha...

Also, mir ist bisher der Grundsatz bekannt das dem Lautsprecher erstmal die Form des Volumens dahinter egal ist....
Aber heute Abend kam die Frage in der Runde auf wie sich folgende Konstellation auswirken würde akustisch:

6,5L Innenvolumen,
"Front"-Kammer mit Sub 3,0L; (innen)H*B*T: 20cm*20cm*14cm
Flachkammer abgehend von der "Front"-Kammer 3,5L; (innen)H*B*T: 6.2cm*50cm*20cm

Bin mal auf eure Einschätzung gespannt, haben hier bezüglich des Ergibnisses ne kleine Wette laufen :keks:


Beste Grüße
Matthias
 
die federwirkung der luft sollte noch dem gewünschten "wert" entsprechen.
mit dünnen kanälen oder bedämpfung beeinflusst man die schallwellen (schallfeldgrößen).
man sollte schauen, dass man keine ungewünschte dämpfung durch die gehäusekonstruktion bzw. die volumenform "einbaut".

ansonsten hat die form auch einfluss auf die "reflexionsrichtungen" und die moden in der box.

die membran ist idr. die dünnte stelle zwischen boxinnenvolumen und "aussenwelt".
d.h. wenn schall, der vom chassis auch nach hinten abgestrahlt wird, auf die membran zurückfällt, wird sie zum (unerwünschenten) schwingen angeregt.
ein grund, warum man gehäuse bedämpft.
grundsätzlich begünstigen parallel liegende wände die modenausbildung. d.h. ein unsymmetrisches, "verzwicktes innenleben" sollte günstiger sein als ein würfel.

ab welcher größe bestimmte "dünne" volumenverbindungen zu "Kritischen" oder stark beeinflussenden faktoren werden, hängt vermutlich auch von der größe des chassis bzw. dessen verschiebevolumen ab.



gruß seb
 
Hat keine Auswirkungen.

IHA Berechnung



f = 54.61 × sqrt(pi × R²/(V × (l + (pi/2 × R))))


f = Frequenz [Hz]
V = Volumen des Resonators [m³ = cm³/1000000]
l = Länge des Kanals in [m = cm/100]
R = equivalenter Radius der Fläche des Kanals [m = cm/100]


aus einer alten TMR Elektronik Seite
 
Hi!

Das Gehäuse ist mangels angeschlossenem Volumen bzw. "offener Seite" kein Helmholzresonator, die Formel also nicht anwendbar.

Schlimmstenfalls kann das durch Reflektion am Ende des Kanals resonant werden, allerdings ist die längste Strecke innerhalb der Box 70cm lang wenn ich mir das richtig vorstelle, und damit liegt die erste Welle die reinpasst und stehen bleiben könnte bei 250Hz, und damit ~1.5 Oktaven oberhalb der 80Hz Standard-Trennfrequenz, da ist der lS bei einer 12dB/Oct-Trennung bei -18dB (ideal gesehen)...

Die zweitlängste Strecke in der sich was stehendes entwickeln könnte wären die 50cm Länge des flachen Volumens. Hier hat man auf einer Seite eine Wand, und auf der anderen Seite den Übergang zum größeren Volumen, also 2 Stellen an denen die akustische Impedanz springt. Allerdings springt sie nicht stark, noch dazu liegt bei 50cm die erste passende Welle bei ~340Hz....davon dürfte man nix mitbekommen.

Also, meine Erwartung wäre schlimmstenfalls ein Peak bei 250Hz, allerdings dürfte der durch die für stehende Wellen ungünstige Form, wie von Eiskalt gesagt, vermutlich nicht sonderlich schmal und hoch sein, sondern breit und niedrig....wenn er überhaupt entsteht und sichtbar ist, unter all den anderen Einflüssen.

Die Verengung des Querschnittes des Volumens sehe ich hier nicht als Problem, in diese Abmessungen wird wohl ein 16er Woofer passen, der ohnehin nicht viel Luft verschiebt, also Strömung/Luftbewegung dürfte da nicht das Thema sein...

Grüße, Tobi
 
Das Gehäuse ist mangels angeschlossenem Volumen bzw. "offener Seite" kein Helmholzresonator, die Formel also nicht anwendbar.

Na jetzt erklär mir mal warum das keine lamda viertel Pfeife ist. Ich hhol schon mal das Popcorn raus. :woot:
 
Mörchen schrieb:
Ich hhol schon mal das Popcorn raus. :woot:

Na dann, lass es dir schmecken.

Die Viertelwellenresonanz basiert auf dem Sprung in der akustischen Impedanz am Ende des Rohres. Das ist z.B. bei TMLs offen, d.H. die akustische Impedanz ist viel kleiner als noch in der Leitung, folglich kommt die Reflektion der Welle gegenphasig zurück.

In diesem Fall ist aber das Ende der Leitung geschlossen, also eine sehr große akustische Impedanz, hier würde die "Welle" gleichphasig zurückkommen. Aber dadurch dass sie gleichphasig zurückkommen würde kann sie sich nicht ausbreiten bzw. stehen bleiben. (Edit: zumindest noch nicht bei einem viertel der Wellenlänge)


Wenn ich daneben liege würde ich mich freuen wenn du mich korrigieren könntest. Gesetzt dem Fall du bist fertig mit dem Popcorn.

Grüße, Tobi
 
Na mal nich so frech. :taetschel:

Die Formel ist zum leichten überprüfen auf was sich einlässt bei einen gewissen hinterschnitt. Im aktuellen Fall über 2 kHz. Egal welche Bandbreite der IHA besitzt es wird keinen Einfluss haben.

Ein von dir angesprochende Wellenmodel finde ich aber ungeeignet in einen kleinen Subwoofer. :hammer:
 
Deine Formel basiert aber auf der Annahme dass ein Ende des Kanals offen ist. Was du berechnet hast wäre die Abstimmfrequenz eines BR-Gehäuses mit 3l Volumen und einem riesigen angehängten Port.

Da aber hier der Port nicht offen ist, sondern geschlossen, funktioniert die Berechnung des Masse/Feder - Schwingers nicht. Stillschweigend wird in deiner Formel impliziert dass sich die Luftmasse im Port bewegt, was sie aber hier aufgrund der abschließenden Wand nicht tun kann.


Das Wellenmodell das ich angewendet habe funktioniert ab der Frequenz bei der die Wellen kurz genug werden um sich auszubreiten, was eben, wie berechnet, ab ca. 250Hz der Fall sein wird. (Edit: wenn auch ungewiss gut, wegen der Form...aber das sollte ja auch nur eine Worst-Case-Abschätzung werden) Darunter gibts nur näherungsweise homogene Druckschwankungen im Gehäuse und keinen Einfluss der Form, solange es nicht sehr entartet (Meterlanges Rohr mit 1mm Durchmesser oder so).

Grüße, Tobi
 
Ähm ich glaube du redest von was anderem. Ein IHA ist ein integrierter Helmholzabsorber.

Ein Schwingungsfähiges Federmassesystem. Dafür ist die Formel.
 
Nein, ich rede schon vom selben wie du.

Beim Absorber wäre die Situation so:

Großes Volumen => Port => kleines Volumen. Port und kleines Volumen bilden den Resonator, weil sich die Luft im Port bewegen kann, und auch von der relativ schwachen "Feder" des großen Volumens nicht sonderlich beeinträchtig wird.

Bei diesem speziellen Gehäuse wie es hier ist ist der "Port" aber auf einer Seite zu....damit kann die Luft im Port (aka. Masse) nicht schwingen, und somit ists auch kein Masse-Feder-Schwinger.


Grüße, Tobi
 
Hm, ich versuch mal morgen ne Zeichnung zu erstellen, bin grafisch leider absolut unbegabt...

Vielleicht kommt dann besser raus worauf ich genau rauswill....
Das ich die Rückseite des Gehäuses bedämpfen muss habe ich schon rausgelesen... hab auch zum Glück noch genug Noppenschaumstoff ect daheim :beer:

Beste Grüße
Matthias
 
noppenschaum an den wänden ist gerade im unteren frequnzbereich kaum bis garnicht effektiv.
man sollte möglichst das volumen "füllen"...
ich nehme dafür immer gerne nadelfilz und sonofil.
das nadelfilz "schnörkelig" an den wänden festtackern und das restvolumen locker mit sonofil o.ä. füllen.
gibt natürlich auch andere gute dämmmaterialien.
neben dem material ist auch der füllgrad ein größe mit der man spielen kann.



gruß seb
 
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