Trennfrequenz B195 Neo und Laufzeitkorrektur Bässe im BMW F11?

  1. #1
    Junior Fuzzis
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    Trennfrequenz B195 Neo und Laufzeitkorrektur Bässe im BMW F11?

    Hallo liebe Klangfuzzis!

    Nachdem ich meinen BMW F11 nun soundtechnisch etwas gepimpt habe stellt sich mir nun die Frage, ob ich die richtige Trennfrequenz gewählt habe und ob es Sinn macht auch bei den Untersitzbässen eine Laufzeitkorrektur einzurichten.

    Kurz zu dem was ich verbaut habe:
    - Ausgangszustand SA 676 (HiFi).
    - Original Verstärker ausgebaut, Signal wird vom Stecker abgegriffen (Front + Rear).
    - Der hintere Kanal ist per Slider im NBT gemutet, wird aber im Summierer auf das Frontsystem gemischt. PDC Töne hinten kommen so auf das Frontsystem durch ;-).
    - Line Driver, um das NBT Signal etwas zu verstärken (vorher wenig Pegel)
    - Mosconi One 130.4 DSP Verstärker.
    - 2 x Eton B100T in den Türen, MT und HT sind mit der beiliegenden Frequenzweiche passiv getrennt.
    - Türverkleidung wurde mit Alubutyl gedämmt.
    - 2 x Eton B195 neo unter den Sitzen.

    Ein reines Stereo System also. Nun zu den Einstellungen:

    Trennung von klein nach groß:
    B195 Neo:
    - Hochpass 30 Hz, 12 dB Variable Q, Q=1
    - Tiefpass bei 154 Hz, 12 dB weiche Butterworth

    B100T:
    - Hochpass 266 Hz, 12 dB weiche Butterworth
    - Tiefpass 18 kHz 12 dB weiche Butterworth (um die scharfen Höhen etwas zu entzerren)

    Die LZK HT/MT links/rechts habe ich mit 1,12 mS erhört, das passt für meine Ohren ganz gut. Die Untersitzbässe habe ich dann ebenso beide mit 1,12 mS verzögert, damit Sie zum linken MT/HT passen. MT/HT sind zu den USB im DSP verpolt, um die Phasenauslöschungen durch die Butterworth Weichen zu kompensieren. Konnte ich erst nicht glauben, und habe es in Ableton Live nachgebaut. Passt 100%. Wieder etwas für die Musikproduktion gelernt.

    Die HT/MT habe ich dann im Pegel um ca. 5dB reduziert. Die linke Seite fand ich dabei nicht unbedingt lauter, daher keine Reduktion der linken Seite ggü. rechts.

    Genutzt habe ich die sagenumwobene Anleitung von Leo Kirchner .

    Klingt jetzt für meine Begriffe "ok bis gut", auch ohne EQ schon besser als SA676.

    Nun zu meinen eigentlichen Fragen:
    Bei den vorherigen Einzelmessungen mit ATB Pro ist mir aufgefallen, dass sowohl Bässe als auch MT/HT ein Loch bei ca. 150 Hz haben. In der Summe auch, da half auch keine LZK der MT/HT um die Phase anzupassen. Nun stelle ich mir die Frage woher das kommt und ob es eher Sinn macht, die Chassis in diesem Loch, also bei 150 Hz zu trennen, da die Frequenzen sowieso kaum vorhanden sind. Das Frontsystem müsste dann bis kurz vor 150 Hz herunter spielen und ich frage mich, ob es das ohne Schaden übersteht. Ich höre schon gerne laut. Kennt das Phänomen jemand aus dem F11 bzw. hat hier Erfahrung?

    Weiter überlege ich, ob eine LZK der B195 Bässe Sinn macht. Ich habe es versucht, ich verliere immer "Druck", was aufgrund der Phasenverschiebung irgendwie auch klar ist - und das gefällt mir nicht so gut. Habt ihr da Erfahrungswerte bei welchen Werten man ungefähr landen würde? Bzw.: Muss man bei den Bässen durch LZK einen Kompromiss zwischen Bühne und Druck eingehen?

    Vielen Dank schonmal für eure Antworten. Leider bin ich über die Suche nicht fündig geworden, falls die Fragen schon alle beantwortet wurden sind natürlich kräftige Hiebe erlaubt!

    Beste Grüße!
    Geändert von F11Driver (24.04.2021 um 15:41 Uhr) Grund: Edit: Einheiten korrigiert (mS statt S)

  2. #2
    Teil der Gemeinde Avatar von Pepe
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    Es ist sehr schwer irgendwas pauschal zu empfehlen. Aber probier mal den Sub und den MT mit 24dB Linkwitz zu filtern. Das ist phasenneutral. Auf Druck muss man da nicht verzichten, die Ankopplung muss halt passen. Die Trennfrequenzen sind find ich auch arg weit auseinander.

    Scharfe Höhen sind meist im Bereich 3500 bis 6000 Hz, einfach mal mit dem EQ spielen. 18 kHz... mein Gehör ist da mit Mitte 40 eh raus.

    Hast du die Laufzeit mal mit rosa Rauschen und den Ohren kontrolliert?
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  3. #3
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    Moin, danke für deine Antwort!

    Die Trennfrequenzen sind nach den Formeln

    F LP = 0,77 × Trennfrequenz
    F HP = 1,3 × Trennfrequenz

    berechnet. Kommen aus dem Kirchner Script, kam mir auch erst komisch vor. Bei der 12 dB weiche Butterworth (also Q = 0,707) addiert sich das dann auf 100% Ursprungspegel, wenn die Phase passt. Habs wie gesagt in einer Software zur Musikproduktion nachgebaut und mit rosa Rauschen kontrolliert. Die Analyzerkurve passt wirklich zu 100%. Stellt man bei beiden Filtern die gleiche Trennfrequenz ein beträgt die Überhöhung ca. 3-6 dB. Die Theorie passt.

    Ich probiers mal mit 24 dB Linkwitz. Dann aber ohne Verpolung der MT/HT.

    Allerdings wird das vermutlich nicht das Loch bei 150 Hz beheben?

    LZK per Gehör mit rosa Rauchen bei den Bässen habe ich noch nicht versucht, ich probiers mal.

  4. #4
    Super Moderator Avatar von Moe
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    Bei Linkwitz benötigst du dieses Auseinanderziehen nicht und die Theorie passt nur, wenn es am Ende auch die akustische Trennfrequenz ist und nicht nur die am DSP eingestellte elektrische.


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  5. #5
    Junior Fuzzis
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    Danke Euch!

    Hab das gerade mal mit der Mosconi GUI simuliert: Einstellen kann ich nur 12 dB Linkwitz Filter, da lande ich im GUI eigenen Diagramm bei -6dB auf der Trennfrequenz - so wie es sein soll.

    Wenn ich zwei 12 dB Linkwitz Filter mit der gleichen Trennfrequenz hintereinander schalte um die 24 dB zu erreichen, dann komme ich im Diagramm auf -12 dB an der Trennfrequenz - obwohl ein 24 dB L-R Filter doch auch - 6 dB haben müsste.

    Hat das Diagramm einen Fehler, ich einen Denkfehler oder kann ich einfach keinen 24 dB L-R Filter an einer Mosconi One 130.4 DSP schalten?

  6. #6
    Super Moderator Avatar von Moe
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    Zwei kaskadierte 12dB Filter sind kein 24dB Filter des gleichen Types.


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  7. #7
    Junior Fuzzis
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    Sehe es gerade bei Wikipedia:

    Zwei Butterworth Filter erster Ordnung (6 dB) ergeben einen L-R Filter zweiter Ordnung (12 dB).
    Demnach müssten 2 Butterworth mit 12 dB einen L-R mit 24 dB Flankensteilheit ergeben.

    Sollte dann mit meiner Mosconi funktionieren, ob die Phase dann noch passt probiere ich mal aus.

    Danke auf jeden Fall für eure Tipps.

  8. #8
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    Zitat Zitat von F11Driver Beitrag anzeigen
    Line Driver, um das NBT Signal etwas zu verstärken (vorher wenig Pegel)
    Wofür ist das eigentlich? Du nimmst das HU Signal, dass in den SA676 Verstärker geht, packst es in den Line Driver (um es zu verstärken?) und gehst dann damit wo rein? in den Line-In eingang der Endstufe oder in den HighLevel EIngang der Endstufe?


    Ich frage weil mich dieses Thema gerade beschäftigt und verstehe überhaupt nicht was der Line Driver hier tun soll. Das Signal ist zumindest (wie mir hier erklärt wurde) viel zu hoch für einen line-in am Verstärker und gehört unbedingt in die HighLevel-In am Verstärker bzw DSP.
    E39 | Xtrons 7639BP | 4to6 > LRX5.1 | A130 | SO26NEO | 2 x ARC8 |

  9. #9
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    Moin! Der ursprüngliche Verstärker musste weichen, dort sitzt jetzt die Mosconi. Signal kommt direkt aus der HU.

    Das Signal vom NBT ist BMW proprietär, von der Spannung her nicht ganz ein High Level Signal. Der Line Driver pusht die Spannung, sonst nichts.

    Vorher resultierte das reine NBT Signal in einer relativ geringen Lautstärke, ich musste es voll aufdrehen. Da die HU hier dann eine Bassabsenkung hat war mir der Push willkommen.

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