Balance-Abgleich L vs R per Einmessung oder per Ohr?

Hallo

Eine Frage

wenn Du mit Deinem bisherigen Tuning, Correliertes Rauschen erst nur links, dann recht und schließlich mono abspielst, wie ist der empfundene Unterschied mit den Ohren.

So wie Du es empfindest.
 
Hi,
dazu bin ich noch nicht gekommen. Aber ich werde es auf jeden fall ausprobieren.
Gibt es etwas besonderes, worauf ich dabei achten sollte wie z.B. nur Links dann "kräftiger", nur rechts dann "etwas spitzer", bei reinem Mono ist Mitte woanders als bei Stereo...?

Ich habe etliche Referenz-Musikstücke zu Mono konvertiert, um solche vergleiche (gegen Stereo) zu machen, aber das nur Links oder nur Rechts hatte ich noch nicht gemacht.
Und jetzt geht es ein Stückchen weiter. Ich hab versucht die Trennungparameter so zu bestimmen, dass einerseits die zu übetragenden Bereiche TT L/R und TMT/HT L/R ungefähr deckungsgleich sind, die Schnittpunkte jeweils bei der gleicher Frequenz liegen und die Flanken einigermasen Symetrisch sind. Das ganze noch noch ohne EQ-Korrekturen.

Bei der suche nach dem geeigneten Fc (elektrisch) habe ich mich an der gewünschten Senke in der Referenzkurve bei ca. 350Hz orientiert.
Nach dem ich einiges an den HP/LP Frequenzen für TT und MT/HT ausprobiert und angepast habe (asymetrisch/unterschiedlich für L/R), ist es mir gelungen eine Kombination zu finden die zu einer symetrischen "akustischen" Trennung führte.

Hier zuerst die TT links und rechts (EQs noch nicht korrigiert)

17_Flat_TT_LR_Fahrer_FW.jpg

das sind die MT/HT links und rechts (EQs noch nicht korrigiert)

18_Flat_MTHT_LR_Fahrer_FW.jpg

Und jetzt das Zusammenspiel TT+MT/HT.
Die Schnittpunkte liegen deckungsgleich, die flanken sind ziemlich symetrisch und die Addition liegt bei 5-6dB
20_Flat_TTMTHT_LR_Fahrer_FW2.jpg

Als nächsten habe ich versucht die Gesamtpegel und EQs so anzupassen, dass einerseits die Kurven für TT und MT/HT jeweils L/R langsam deckungsleich werden und andererseits das Summensignal meiner Referenzkurve entspricht. TT ist fertig, mal schauen wie es weiter klappt.

BTW. die relativ starke Abweichungen in dem MT/HT zw Links und Rechts sind z.T. gewollt und selbst verursacht (Einstellungen/Anpassungen per Jumper auf der Passivfrequnzweiche). Ich rechne damit, dass ich die asymetrische Einstellung für die Ballance brauche und somit weniger an den EQs drehen muß)
 
Zuletzt bearbeitet:
Wow ... Viele Kurven ...
Kurze Frage:
Die Messungen laufen immer auf einen Wert von ca. 30 dB. Wäre es nicht sinnvoller den Darstellungsbereich nach unten zu erweitern, um den Verlauf besser beurteilen zu können?

Gesendet von meinem LG-H815 mit Tapatalk
 
So sieht es aus nach dem ersten Versuch die Kurven für Links und Rechts grob deckungsgleich einzumessen

21_TTMTHT_LR_Fahrer_FW3.jpg

Die HiPass-Frequenz für für MT/HT auf der rechten Seite kann noch etwas angehoben werden

Hier die Addition links

22_TTMTHT_L_Fahrer_FW3.jpg

und Addition rechts

23_TTMTHT_R_Fahrer_FW3.jpg

Wenn man beide Kanäle: Links und Rechts addiert, sieht es so aus (immer noch ohne Subwoofer)

24_B_LR_Fahrer_FW3.jpg

Klanglich (tonal) ist es noch nicht ganz das, was mir gefällt, aber das Finetuning kommt noch.

Interessant/überraschend ist, dass sich die Bühne sofort, ohne dass ich an den Gesamtpegeln für die einzelnen Kanäle etwas geändert habe, genau in der Mitte des Tachos positioniert hat!!

Und jetzt folgte der erste Test (der eigentliche Sinn des ganzen Threads), ob die deckungsgleich eingemessene Kurven für Links und Rechts tatsächlich ausreichend sind, um die genaue Balance L/R zu sichern. Dazu hatte ich das deckungsgleich eingemessene Setup B auf Setup A kopiert und das Setup A per Terzrauschen abgehört und angeglichen. Die Unterschiede waren immer noch vorhanden aber deutlich geringer als früher. Ich bin sehr positiv überrascht.

Hier der Vergleich Setup B (deckungsgleich -> dunklere Farben) gegen Setup A (korrigiert per Ohr/Terzrauschen ->hellere Farben)

25_AB_LR_Fahrer_FW3.jpg

Jetzt müsste ich mich mit der LZK-/Impulsmessung beschäftigen ung ggf. erneut korrigieren
 
Verpole auch ruhig mal den TMT, gerade beim Angleich der Laufzeit um maximale Subtraktion zu erreichen bzw. um zu sehen, ob überhaupt eine da ist.
 
Hallo MR Cool

es freut mich das Du das jetzt so einmal testest.

Konntest Du auch die HT/MT Zweige L/R sehr gleich zueinander machen was die Trennung angeht ?

Wie misst Du momentan ?


Hast Du ein erhöhtes Rauschen weil man sieht das die Flanken nicht sehr weit runter gehen

Grüße

Dominic
 
Ja, das war interessante Erfahrung. Ich hoffe, dass andere (interessierte) aus den vielen einzelnen Schritt-für-Schritt Bilder profitieren und die "gemeisame" Mühe aller "Erklärenden" (auch in dem AYA-Referenzkurven Thread) und "Dokumentierenden" sich gelohnt hat.

Zu den MT/HT Zweigen:
Ich habe es geschafft die "elektrischen" Trennfrequenzen so auszuwählen dass die Übetragungsbereiche "akustisch" einigermassen deckungsgleich sind.

So sah das gestern aus

21_TTMTHT_LR_Fahrer_FW3.jpg

Ich habe die HP frequenz für den rechten MT/HT noch mal um 50Hz angehoben, so dass jetzt die deckungsgleichheit noch besser ist (ein Bild dazu habe ich noch nicht.

Interessanterweise bin ich dabei auf deutlich L/R abweichenden Trennfrequenzen angekommen. Die aktuellen Werte sind:

TT HP Links = 50Hz /24dB
TT HP Rechts = 50Hz /24dB

TT LP Links = 250Hz /24dB
TT LP Rechts = 300Hz /24dB

MT/HT HP links = 450Hz /12dB
MT/HT HP rechts = 650hz /12dB

Die akustische Fc liegt bei 260Hz

Das ganze habe ich zuerst mit Rosarauschen, Einzelmikro (Stabmikro), statisch (nicht gewedelt), senkrecht, 10cm vor der Kopfstütze gemessen.

Ich habe diese Methode gewählt, um einerseits den Stand "vorher" zu dokumentieren/festzuhalten und ohne das Mikro zu verschieben/zu verändern, den Stand "nacher" auf die gleiche Art-und-Weise zu messen, und andererseits die ausstehende Impuls-/LZK Kontrolle mit dem gleichen mikro zu machen. Dafür wären meine "Doppel-Ohrstöpsel-Mikros" wahrscheinlich nicht geeignet.

Rauschen ist mir noch nicht aufgefallen, aber ich konnte seit gestern noch nicht viel hören. Ich werde jetzt das ganze "Abhörprogramm" durchziehen.

Was mich bis jetzt am meisten überrascht hat (und was ich mir z.T nicht erklären kann):
1. Nach der Einmessung war die Bühne sofort auf der Mitte des Tachos (und nicht mitte AB)
2. Ich habe an den Gesamtpegeln pro Kanal nichts nachjustieren müssen. Ich habe sie alle beim "Reset" auf Null gesetzt und so sind sie auch geblieben (perfekt, so will ich es haben). Früher waren die TT-Kanäle um 2-3 punkte abgesenkt.
3. Die akustische Fc=260hz liegt deutlich unter der elektrischen Fc, die eigentlich irgendwo zwischen den oben genannten 300Hz-650Hz liegt

Weiterhin
4. Die gemessene Abweichungen zwischen den Kzurven Links und Rechts nach dem Abgleich per Ohr sind deutlich kleiner geworden

Ich bin tonal noch nicht da, wo ich früher war, aber das kleine Feintuning kommt noch.
Also die finale Messungen stehen noch aus
 
Zuletzt bearbeitet:
Stell doch bei den folgenden Messungen sicher, das ein Bereich bis 30 dB unter dem Nennpegel dargestellt wird. Auf diesen Aspekt wurde u.a. von Dominik hingewiesen. Auch wenn es so scheint, das es nicht von Bedeutung ist, weil es ja "gaaaanz leise" ist; es ist von Bedeutung!

Gruß
Christoph
 
Anheben des Messignals ist eine Möglichkeit, dabei jedoch daruaf achten, das es nicht übersteuert.
Anheben des vom Mikrofon gemessenen Signals mittels Vorverstärker.
Vielleicht ist ja auch einfach nur der Regler für Aufnahme recht niedrig eingestellt...
Es gibt viele Ursachen und ebensoviele Maßnahmen zu Behebnung.
 
Was mich bis jetzt am meisten überrascht hat (und was ich mir z.T nicht erklären kann):
1. Nach der Einmessung war die Bühne sofort auf der Mitte des Tachos (und nicht mitte AB)


Das ist doch recht einfach zu erklären.
Soweit ich gesehen habe ist der Pegel der beiden Seiten einigermaßen gleich.

Fakt ist: wenn Die Laufzeiten grob passen und die Pegel der beiden Seiten gleich sind, dann ist die Monomitte VOR einem, d.h. Mitte Tacho.


Grüße Micha :beer:
 
Und das ist auch gut so!
Danke :)

Das Auto scheint schlauer als die Mitte-AB-Hörer zu sein ;-)

War nur ein Scherz
 
Fakt ist: wenn Die Laufzeiten grob passen und die Pegel der beiden Seiten gleich sind, dann ist die Monomitte VOR einem, d.h. Mitte Tacho.

Ist das wirklich so?
Bei mir nicht. Bei mir ist diese mitte Amaturenbrett. Ist sie aber auch wenn ich links den Pegel verändere.
Laufzeit ist eingemessen.

Oder hab ich jetzt hier was falsch verstanden/überlesen?
 
Aus meiner Sicht passt dann etwas nicht. Wenn am Mikro auf der Hörposition die Pegel R/L gleich sind und die Laufzeit passt, sollte sich der Center vor dir einstellen. Je nach Fahrzeug gibt es immer mal leichte Abweichungen mit Tendenz nach rechts. Aber mittig dürfte sich das nur einstellen, wenn auch der Sitz mittig ist.
 
Ok vielleicht vertue / verwechsle ich da auch grad was.
Aber gerade bei meinem e91 (MT in der Tür) muss der Pegel von diesem schon arg angehoben werden, damit nicht alles brutal nach rechts rutscht. Aber selbst dann ist die Monomitte mittig und verändert sich nicht kravierent. Natürlich kann es dann mal mehr nach rechts oder links strahlen, aber die Mitte an sich bleibt.

Aber bevor ich jetzt vielleicht weiter Quatsch rede, werde ich das nochmal nachhören. ;)
 
Wenn die LZK passt und die Pegel am MIC gleich laut sind, dann sollte der Center fast oder in der Mitte der Schallquellen liegen. Die Mitte ergibt sich aus der virtuellen Position links/rechts der/des LS
zu den Pegelunterschieden sollte noch betrachtet werden, je näher man mit dem MIC an der Schallquelle ist desto lauter wird angezeigt im Messprogramm. Bei den meisten Fahrzeugen hat man durch das hören schon ein Unterschied von 1-2 dB mehr zur linken Seite...
 
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