Stromversorgung Verstärker: Welche Querschnitte sind notwendig ?

  1. #1
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    Stromversorgung Verstärker: Welche Querschnitte sind notwendig ?

    Hallo,

    mich würde mal interessieren, ob es bei der Verkabelung (Querschnitt) von Verstärkern diese "je-mehr-je-besser"-Regel gibt oder ob in der Realität auch weniger ausreicht.

    Ich werde in meinem Wagen folgende Verstärker verbauen:

    3 x Pioneer PRS-D800 für Hochtöner, TMT und Rear
    1 x Rainbow Germanium One für 25er Subwoofer im geschlossenen Gehäuse

    In meinem Wagen befindet sich die Batterie im Kofferraum und somit liegen die Kabellängen pro Endstufe bei etwa einem Meter.

    Ich stelle diese Frage vor allem im Bezug auf den Monoblock, der eine Kabelaufnahme von 35mm2 bietet, aber den Subwoofer "nur" mit 4 Ohm betreibt!

    Hierzu eine Fragen:

    1. Würde man beim Monoblock aus Prinzip 35mm2 verlegen oder würde man weniger nehmen, da der Verstärker nicht auf 2 Ohm oder 1 Ohm läuft und daher garnicht den Leistungsbedarf hat ?

    2. Ist es vorzuziehen jeden Verstärker separat mit der Batterie zu versorgen oder geht man lieber über einen Verteiler (z.B. 1auf4)

    Mit welchen Querschnitten würdet ihr verkabeln ?


    Liebe Grüße
    Christian

  2. #2
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    Querschnitt braucht es, um Erwärmung durch hohe Ströme (Ampere) zu verringern. Daher sind die Querschnitte im KFZ-Bereich (12VDC) genormt. Diese Tabellen findet man in dieversen Fachbüchern, ja sogar in meinem.

    500Watt bei 12Volt Gleichstrom (42A, Verstärker-Stromversorgungseingang) brauchen folglich weit dickere Querschnitte als 500W bei +/- 70VAC (3,6A Lautsprecherausgang). Der Verstärker kann nie mehr Strom ziehen, als sein Netzteil verarbeiten kann. Sind die LS-Impedanzen zu niedrig, dann begrenzt sein NT, er "clippt". Als grober Richtwert, wieviele Ampere (Strom) er ziehen kann, dienen die eingebauten Sicherungswerte.
    schon gelesen? Buch "Hifi im Auto" . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Schöne Grüße vom Klaus

    ...dort gibt's Infos: http://www.hifilab.de

  3. #3
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    Im Prinzip willst du ja so wenig wie möglich Leitungsverluste durch die eben verlustbehaftete 12V Verbindung.

    Bei der Kabellänge langt dir ja selbst ein OFC 16mm² völlig für die SubAmp wenn du sie einzeln verkabeln würdest.

    Die digitalen PRS und dann noch an FS brauchen ja quasi weniger als deine PopoHeizung. Kannst natürlich nen 4fach Verteiler nehmen und alle dran anschließen. Ich würde vermutlich mit 25-30mm² in den Verteiler und dann weiter zu den Amps mit 16-20mm².

    Ich selber hab bei knapp unter 2m zum Verteiler 30mm² und gehe dann zu den Amps mit je 2x30cm und 1x1m² mit 25mm² und keinerlei messbaren Spannungsverlust.

    Viele Grüße
    Bari
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  4. #4
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    Ich habe jetzt am Wochenende beim 4er neue Endstufen rein und teilweise neu verkabelt. Sicherungsverteiler liegt direkt auf der Batterie und ist mit einem 15cm Reststück 35mm² plus und ca. 30cm Reststück masse direkt mit der Batterie verbunden.
    Zu den ESX Monos sind 10mm² (ca. 1m und ca. 60cm), zur Sub-Endstufe PDX M12 gehen ca. 2meter 25mm² und die M/HT 150.4 hat auch nen 10mm² bekommen.
    Laut Klaus' Buch hätte ich die ESX und Eton jeweils auch mit 4mm² versorgen können, da Absicherung bis 1m Kabellänge auf 40A möglich ist, was 14,4V * 40A = 576W entspricht.

    Also für deine Endstufen reichen dann laut Tabelle bei 1m Kabelweg 4mm² für die PRS und 6 bis 10mm² für die Rainbow. Das sind für Bari natürlich alles nur Klingeldrähte wo gerade so das remote Signal zum Amp einschalten durch passt
    E85 3.0si Z4 Roadster 2006 F36 435d 2015 F56 Cooper S 2019
    - Nexus 7 LTE @ Forge 96LN
    - 2x Eton PA 800.4
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    - 2x ARC8 (alt)

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    Smart 451 ForTwo
    - Audison DA1bit @ Forge 96LN
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    - B&O-USB 8Ohm @ 2x ESX QE1500.1
    - 3x ARC8 (alt) @ PDX-M12
    - OEM HU @ Low-Level
    - Diabolo R25, B&O-MT @ Eton 150.4 DSP
    - H&K-USB 2Ohm @ Eton Mini 300.2
    - Eminence LAB 12 6 Ohm @ ESX QE1500.1


  5. #5
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    Unerhört sowas als Kabelverbindung zu titulieren! Aber du hast doch gut dimensioniert verkabelt bei 35cm @ 35mm² sinds pro cm 1mm², find ich gut xD

    Die max. Mögliche Belastung des Kabels ist ja das eine wie gesagt, der Spannungsverlust das andere. Wenn ich so verkabelt hätte, hätte ich ja messbaren Verlust und somit schlaflose Nächte. Willst du das :P
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  6. #6
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    Aber hat sich ganze mit den geregelten Schaltnetzteilen nicht eh erledigt? Früher(TM) war die Spannungsversorgung das schwächste Glied in der Kette und alles unter 14,4V führte direkt zu einem Leistungsverlust. Die Helix P-Serie ist z.B. bei 10,5V angegeben. Da ist Erwärmung des Kabels wahrscheinlich ein größeres Problem als der Spannungsverlust.

  7. #7
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    Bari
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    Ja ne Steg K oder Alpine PDX spielt auch bis 9,5V runter ohne dass du was merkst während eine Genesis PiPaPo(po) bei unter 11V angefangen hat wie ne sterbende Katze zu jaulen. (Getestest am FS, gemäßigter Pegel).

    Aber warum dem Netzteil mehr Stress antun. Verlegst ja nur einmal Kabel.
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