Auswahl und Anpassung von Referenzkurven

Ich wollte gestern auf die schnelle die Phasenmessung ausprobieren, aber irgendwie bin ich zu doof dafür.

Wegen meiner Ohrenmikros konnte ich "auf dem Sofa" ein Versuchsaufbau testen:

- Ohrenmikros im Ohr, angeschlossen an den Notebook Soundkarteneingang (wie immer)
- Kopfhörer über die Mikros auf die Ohren (das passt problemlos), angeschlossen an den Notebook Aux/Kopfhörer Ausgang
- REW gestartet
- Messignal generieren (Sweep drei verschiedene Arten) gestartet, ich höre es in dem echten Kanal
- RTA Messung gestartet

RTA wird gemessen, aber....

... wo sage ich REW, dass die Phase auch mitgemessen werden soll?
Muss es irgendwo voreingestellt/konfiguriert werden?

Zur zeit kann ich den gemessenen Phasenverlauf nirgendwo sehen oder wählen.
 
Zuletzt bearbeitet:
mit dem RTA kannst du die Phase nicht messen. Dafür musst du eine Sweep Messung durchführen. Oben links auf "Measure", dann Frequenzbereich usw. auswählen und Messung starten. Dann misst er automatisch die Phase mit.
 
Danke, das schaue ich mir gleich an

Edit

Es Funzt!

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Zuletzt bearbeitet:
Misst du jetzt mit zwei Mikros gleichzeitig gemittelt? Dann passt die Messung der Phase doch eh nicht?!
 
@Moe
Ja, ich habe beide Ohrenmikros reingesteckt, was für diese Art und Zweck der Messung sinnlos ist, aber das ist egal, ich wollte nur wissen ob es überhaupt geht. Um den Kausalen Zusammenhang/Korrelation zwischen EQ-Entstellung->FG-Verlauf->Phasenverlauf zu beobachten, steige ich bei der Phasenmessung auf ein Einzelmikro/ungewackelt um.

@((( atom )))
"Jugend" Forscht, ich bin auf das Ergebnis gespannt
 
Ein Raum sollte so gestaltet sein, das in der darüber liegenden Oktave die Anzahl gleich oder größer ist. Ansonsten nimmt das Gehör dies als weniger angenehm war.

Den Satz versteh ich nicht?! :kopfkratz:

Dann hilft eventuell dieses Werk weiter, so ab Seite 17:
Lautsprecher - Dichtung und Wahrheit
elektro Verlag
ISBN 3-921608-45-7
Wird auf www.hornlautsprecher.de zur Verfügung gestellt.

Ich glaube da hilft es genauso, wenn du ein Wort ergänzt oder den Satz veränderst?! Die Anzahl von was soll denn gleich oder größer sein?
 
Oh Mann :fp: Ja ... da fehlt glatt 'n Wort ...
Ein Raum sollte so gestaltet sein, das in der darüber liegenden Oktave die Anzahl der Moden gleich oder größer ist.

Moden.jpg
 
Noch mal zu den Raummoden

Wo sollen sie sich bei diesen verwinkelten Innenformen die Moden bilden? Welche Reflektionsflächen wären dafür verantwortlich? Welche Länge zählt dann?
In Wirklichkeit, sind die Kanten/Flächen noch starker "gebrochen", als auf dem Bild


Moden.JPG

Ich würde das Thema Moden im Auto nicht "überbewerten" (wer fährt schon einen langen, eckigen Bus)
 
Die Längsmode ist zwischen Spritzwand und Stehblech Kofferraum am Schloss. Mit der Zeichnung geschätzt ist der Innenraum 3,4 m lang. Macht die für erste Mode ~50 Hz. Und da hast du bestimmt auch den EQ nach unten gesetzt.
 
Moden entstehen nicht nur an paralellen Flächen sondern überall wo Schallwellen reflektiert werden. Meist hat man eine Mode die der Länge Fußraum bis Heckklappe mit Umweg über die Sitze entspricht.
 
Selbst mit umweg sind es ca. 3m. das ergibt eine erste Mode bei 57Hz (ich mustte aber 45Hz absenken). Weiterhin, mein Kopf ist genau auf der "halben Strecke" zw. Spritzwand und Heckklappe (wenn man die 15cm Rückwand als Heckklape bezeichnen kann) -> ich sitze ziemlich genau in dem Druckminimum.
Also irgenwas stimmt hier noch nicht ganz.

Weiterhin es geht nicht nur um irgendwie überall Reflektieren (dafür sind doch die Difraktoren da, um die Reflektionen zu streuen/zu brechen und u.a. die Moden zu minimieren) sondern Parallelflächen
 
Zuletzt bearbeitet:
Was sind Difraktoren?
Eine Welle wird doch von einem Medium "gebrochen, gedämpft, absorbiert", wenn es in etwa der Wellenlänge entspricht. Ergo sind die zumeist aus Rohrrahmen und bezogenen Sitze kaum ein Hinderniss.

Du schreibst:
es geht nicht nur um irgendwie Reflektieren... sondern Paralleleflächen ...
=> Auch ein Trichter kann schall reflektieren, vor der Reflektion läuft die Welle zuerst in der Mündung zusammen und wird dann reflektiert. Deine Ohren sind auch "Schalltrichter".;) Und wenn du dir die Seite von Linkwitz-Riley mal genau durchliest, dann wirst du dort sogar eine Korrektur für InEar-Kopfhörer finden, die genau diesen Aspekt zur Korrektur berücksichtigen. Da entsteht im Gehörgang eine stehende Welle, schwer vorstellbar aber wahr, und da reflektiert das "Trommelfell" den Schall.
 
Sorry, Du hast recht, ich meinte Diffusoren nicht Difratoren

Noch mal, nach meinem Verständnis bei Moden geht es nicht um "irgendwelche" Reflektionen, die es ja auch in einem Trichter gibt. Nur welche Moden gibt es in einem Trichter (nach welcher Länge würdest Du Dich da orientieren)?
 
Die Schröderfrequenz gibt den Bereich an ab dem die verschiedenen Moden sich gegenseitig aufheben. Darunter werden in jedem Raum Moden auftreten. Die Länge richtet sich nach der Laufzeit. Könnte man also als vielleicht als Echo/Nachhall messen.
Die 45Hz statt 57Hz kommen auch daher das dein Schnappi nicht aus Beton ist sondern aus Blech das auch etwas nachschwingt und so die Zeit etwas verlängert.
 
Hier wurde ein Bezug für Reflektionen explizit auf "parallele Flächen" dargestellt, das kann für einen weniger belesenes Forumsmitglied verwirrend sein. Mit dem Verweis auf "Trichter" wollte ich darauf hinweisen, das andere geometrische Formen ebenfalls reflektieren können, wie z.B. eine Ecke in einem Raum.
Um Resonanzen in Trichtern zu betrachten würde ich mir "Hornresponse" einmal anschauen. Da gibt es bei http://www.poisonnuke.de/index.php?action=Start glaube ich eine nette Anleitung zu.
 
Das werde ich mir alles anschauen, aber was machen wir mit dem Druckminimum in dem ich Sitze (halbe Strecke). Wie wollen wir das erklären? Eigentlich sitze/messe ich im "Raummoden-Bass-Loch"

Und warum ist es weg, sobald ich die Heckklappe etwas aufmache (ein kleiner Spalt -> die "Dichtheit" des Innenraums ist weg) ? Die Reflektionsflächen selbst haben sich kaum verkleinert oder verändert?

Also Jungens, schlüssig ist es nicht :)
 
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