Gehäuseeigenschaften aus elektrischer Impedanz interpretieren

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  1. #11
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    Habe heute mal den Mittel-Hochtonkasten messen können. Gelb ist wieder ungedämmt zum Vergleich, grün die Kurve mit Dämmung.
    Es zeigt sich, dass es hier nicht viel Spielraum gibt. Firbsorb drückt praktisch alles, was geht weg. Da ist auch nicht viel mit unterschiedlichen Positionen außer rundum, weil der restliche Raum eigentlich eh von den Lautsprechern beansprucht wird.
    MT Fibsorb 50 rundum doppelt.png
    Rundum doppelt mit Fibsorb 50 belegt drückt eigentlich alles weg, was weg geht.
    MT Fibsorb 100 rundum Schaum an MT Korb.png
    Das gleiche mit Fibsorb 100 und zusätzlich mittig noch ein Stück 50 zwischen die beiden Treiber sieht fast gleich aus. Die Resonanzfrequenz sinkt etwas und das Impedanzminimum. Eventuell ist es Vorteilhaft das Volumen zu verkleinern.
    Die Spitzen bei 2,5 und über 5 kHz sind in der Impedanzmessung des Treibers schon im Datenblatt.
    Versuche mit selbstklebenden Schaum auf der Innsenseite des Blechkorbs haben praktisch keinen Messbaren Effekt gezeigt. Ist in der zweiten Messung noch dran.
    Der Mitteltöner hat auch ein Horn mit Phaseplug gegen das er arbeiten muss.

    Das Fibsorb ist schon relativ krass. Mal sehen, was sich im Bass mit den 100er ergibt. Von dem 50er habe ich leider nicht genug für beide Gehäuse und das gab es bei der letzten Bestellung leider nicht.

  2. #12
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    So, nochmal ein paar Messungen vom Bass. Der Deckel ist jetzt aufgeleimt und das Sonofil oben drin. Eine Packung. Deswegen werde ich hier nur noch auf die Unterschiede der Füllung im unteren Bereich eingehen.
    Sonofil oben, 1 Fib100 unten.jpg
    Eine kleine Matte Fibsorb 100 hat etwa den gleichen Effekt auf die ungewollten Resonanzen wie eine Packung Sonofil, die BR-Spitzen bleiben aber besser erhalten.


    Sonofil oben, 1 Fib100 hinten.jpg
    Die gleiche Matte an die Rückwand wirkt schlechter als am Boden in allen Bereichen.
    Sonofil oben, 1 Fib100 Seite.jpg
    Eine Matte Fibsorb 100 auf der Seite wirkt etwa wie am Boden auf die ungewollten Resonanzen, dämpft aber die BR-Spitzen stärker ab.

    Sonofil oben, 2 Fib100 unten.jpg
    Zwei Matten Fibsorb 100 dämpften die BR-Spitzen deutlich ab, die 486 Hz Spitze wird effektiver gedämpft, der Effekt auf die 187 Hz Resonanz ist marginal stärker als mit einer Matte.

    Sonofil oben, 2 Fib100 unten über 2 Noppen.jpg
    Doppelt Fibsorb 100 über zwei Lagen Noppenschaum Dämpfen die ungewollten Resonanzen nochmal besser, senken jedoch die BR-Spitzen deutlich ab. Unter Berücksichtigung der Messung mit einer einzigen Matte Noppenschaum kann davon ausgegangen werden, dass die stärkere Wirkung im Wesentlichen durch die Position des Fibsorb kommt. Es wirkt also etwas weg vom Boden stärker als am Boden.
    Im Vergleich zu 0,5 m² Fibsorb im gleichen Bereich werden die ungewollten Resonanzen vergleichbar gedämpft, die BR-Spitzen aber wesentlich mehr.

    Fibssorb 50 0,5qm (gelb) gegen 2 Fib100 (grün).png
    Nochmal der Vergleich 0,5 m² Fibsorb 50 (gelb) gegen zwei Matten Fibsorb 100 im hinteren Bodenbereich.
    Das 50er ist vom Volumen etwa das doppelte, dämpft die ungewollten Resonanzen etwas besser aber auch die BR-Spitzen stärker ab.

    Ich denke, die ~500 Hz Resonanz von der Gehäusebreite kommt. Die Matte über ein größere Volumen und an den Seiten bringt hier den größeren Effekt als an der Rückseite oder nur am Boden. Eventuell hat auch die Konstruktion der Versteifungen eine Rolle.

    Ich werde wohl bei zwei Matten Fibsorb 100 bleiben, als Kompromiss zwischen Dämpfung der Resonanzen und Erhaltung der Gehäuseabstimmung.

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