Dämmelemente für die Wohnung

Seite 1 von 4 123 ... LetzteLetzte
  1. #1
    Teil der Gemeinde
    Real Name
    Andrej
    Dabei seit
    May 2014
    Beiträge
    310

    Dämmelemente für die Wohnung

    hallo zusammen

    habe die SuFu genutzt, aber kein richtiger Treffer zu finden.

    ein guter Kollege von mir braucht Unterstützung, ist in seine Eigentumswohnung eingezogen, darum lohnt sich die Investition, schätzt er.

    Problematik: Altbau, viele Glasflächen, usw. Welche Dämmelemente könnte man denn anwenden? Kein zu grosser Aufwand erwünscht, er ist nicht einmal ein Hobby-Schrauber.

    Dämmelemente gibt es, in Form von Paneelen, welche man an die Wand aufhängen kann, Stoff, PET, usw.

    Wohnzimmer ist ca. 30m2 (60m3), hinter der Hörposition eine relativ grosse, glatte Wand..

    Tipps, Links? Wenn bereits thematisiert, danke ich für den Hinweis.

  2. #2
    Teil der Gemeinde
    Dabei seit
    Apr 2005
    Beiträge
    1.731
    Hallo Andrej

    Das besondere an Raumakustik gegenüber dem klassischem HiFi ist, dass es keine pauschalen Lösungen gibt! Bei einem Gerät ist es meinst einfach - es klingt gut oder nicht. Recht unabhängig von der Umgebung.

    Bei Raumakustik ist das völlig anders: Ein Absorber kann in einem Raum die Lösung sein und einem anderen Raum völlig falsch. Akustik-Elemente sind auch im selben Raum an einer Stelle richtig an einer anderen falsch. Außerdem hängt es vom Raum ab, ob überhaupt Absorber gebraucht werden. Dazu ist die Frage der wirksamen Frequenzen nicht pauschal zu beantworten. Nur bei Diffusoren ist es etwas einfacher. Richtig filigran wird es bei Helmholtz-Absorbern und so. Man muß den Raum kennen und verstehen und dazu die passende Lösung erarbeiten.

    Genau das macht für mich den Reiz beim Thema Raumakustik aus! Man braucht sehr viel theoretisches Wissen über das Thema gepaart mit Praxis-Erfahrung. Pauschal geht fast nix.

    Die Hersteller stellen das oft sehr einfach dar. Wie z.B. Fast Audio mit seinen porösen Absorbern. Ich sage immer: Das ist genau so als wenn man ausschliesslich Kombi-Zangen zu verkauft. Oft helfen sie, aber einen Schraubenzieher oder Bohrer können sie einfach nicht ersetzten...


    Hhmmm, über die Jahre habe ich Raumakustik als meine Leidenschaft ausgeprägt und mir durchaus umfangreiche Kenntnisse angeeignet. Wo wohnt denn dein Kollege?

    Beste Grüße aus Hamburg, Tadzio

  3. #3
    Teil der Gemeinde
    Real Name
    Andrej
    Dabei seit
    May 2014
    Beiträge
    310
    Genau so eine Antwort habe ich erwartet, gleichzeitig aber leider auch befürchtet. Sinnvoll in logisch ist die Antwort schon, danke.

    Der Kollege wohnt in St. Gallen, CH, also nicht gerade in der Nähe von Hamburg

  4. #4
    Teil der Gemeinde
    Dabei seit
    Apr 2005
    Beiträge
    1.731
    Das ist ja noch kein Grund die Flinte ins Korn zu werfen....

    Sofern dein Kollege auch etwas Lust hat sich damit zu beschäftigen und keine "one fits all" Lösung erwartet lässt sich ja mit einfachen Mitteln schon etwas bewegen. Zerst braucht man Infos über die Raumverhältnisse und die jetzige Klang-Situation. Natürlich wäre eine Messung z.B. mit CARMA o.Ä. Gold wert.

    Wie siehts mit der Nachhallzeit aus? - Klatsch- oder Sprechtest!
    Wie ist der Raum möbliert? - Bilder?
    Gibt es Probleme eher im Bass? - Dröhnen oder zu wenig?
    Gibt es Probleme im Mittelton Bereich? - Stressige Stimmen, zerrissenes Klangbild, Leblosigkeit, fehlende Raumdarstellung?
    Wo sind Hörplatz und Lautsprecher und besonders: Wo sind die ersten Reflexionen an den Wänden?
    Wie sind die Wände beschaffen? - Oberfläche und Bauart?

    Falls er gar nix selber machen will...? Glaswolle/Steinwolle-Pakete in die Ecken. Erste Reflexionen mit Diffusoren versehen. Zwischen den LS und hinter dem Hörplatz 1D QRD-Diffusoren.

    Das was man hört ist im Allgemeinen der Raum - weniger die Anlage selber!

    Gruß, Tadzio

  5. #5
    Teil der Gemeinde
    Real Name
    Andrej
    Dabei seit
    May 2014
    Beiträge
    310
    danke für die Tipps!

  6. #6
    verifiziertes Mitglied Avatar von komet
    Real Name
    Klaus M.
    Dabei seit
    Jul 2004
    Beiträge
    2.236
    Zitat Zitat von Tadzio Beitrag anzeigen
    Glaswolle/Steinwolle-Pakete
    die Lunge wird's danken... Bitte nicht!!! Nimm Basotec oder, wenns billiger sein soll, weiche Holzdämmplatten (dicke gibt es bei Obi)
    schon gelesen? Buch "Hifi im Auto" . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Schöne Grüße vom Klaus

    ...dort gibt's Infos: http://www.hifilab.de

  7. #7
    Super Moderator Avatar von Moe
    Real Name
    Martin
    Dabei seit
    Nov 2006
    Beiträge
    19.861
    Dabei auch immer auf die Strömungswiderstände achten. Vereinfacht: je dicker da Material um so durchlässiger muss es werden. Alternativ kann man über Breitbandkompaktabsorber nachdenken, dann erreicht man auch mit geringer Dicke schon starke Absorptionen. Wie Tadzio aber schon anmerkte, ist das alles nicht mal eben so pauschal gelöst.

    http://www.acousticmodelling.com/


    Team Pock-ahontas KS-Carhifi

    NX706E - 2x4HD - DA100/DM200/Miniblock - LS PLAN/RFT/CDT
    Einbauten: Astra G Caravan Ford Focus II VW Golf 5 VW New Beetle

    HTPC - X5000 - CX-A5100 - XD-8080 - DSM48LAN - STA-2000D/XA-800 - KinSat38 - KinTop25
    Wohnkino: 6.1.4 Atmos / DTS:X + DBA

  8. #8
    Teil der Gemeinde
    Dabei seit
    Apr 2005
    Beiträge
    1.731
    Zitat Zitat von komet Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Tadzio Beitrag anzeigen
    Glaswolle/Steinwolle-Pakete
    die Lunge wird's danken... Bitte nicht!!! Nimm Basotec oder, wenns billiger sein soll, weiche Holzdämmplatten (dicke gibt es bei Obi)
    Moin!

    Selbstverständlich muss die Dämmwolle luftdicht bzw. faserdicht verpackt werden! Ein Müllsack und Klebeband leistet da schon gute Dienste. Oder ich nehme Strech-Folie.

    Leider ist der Strömungswiderstand von Basotect aber so hoch, dass Materialstärken über ~40cm kaum Sinn haben. So erreicht man eben nur grob ~70Hz. Stein- und Glaswolle ist noch bei niedrigeren Frequenzen wirksam.

    Außerdem dämpft Basotect als solches eben auch den Mittelton und Hochton Bereich stark. Da ist es ja eigentlich wirksam. Wolle in Folie nimmt obenrum viel weniger Energie weg.

    Hauptsache man nutzt keinen PU-Schaum! Der wirkt ja nur oberhalb der Mitten und wird trotzdem bei ebay und Co. als "Bass-Falle" verkauft... Echt unseriös.

    Gruß Tadzio

  9. #9
    Teil der Gemeinde
    Dabei seit
    Aug 2005
    Beiträge
    2.006
    D.h. man packt die Glas/Steinwolle in eine Kunststofffolie ("Müllsack") und montiert das Gebilde dann, ggf. noch schön bezogen, an die Wand ?



    Gruß
    "Meine Meinung steht fest, bitte verwirren sie mich jetzt nicht mit Tatsachen."

  10. #10
    Teil der Gemeinde
    Dabei seit
    Apr 2005
    Beiträge
    1.731
    Zitat Zitat von eiskalt Beitrag anzeigen
    D.h. man packt die Glas/Steinwolle in eine Kunststofffolie ("Müllsack") und montiert das Gebilde dann, ggf. noch schön bezogen, an die Wand ?



    Gruß
    Grundsätzlich ja. Am einfachsten ist es die Pakete einfach in der Ecke(!) aufzustapeln. Dann wieder hören (und ggf. messen). Kostet nicht viel und füllt im Bass die Senken (Auslöschungen) und reduziert gleichzeitig die Überhöhungen. Da ist nicht viel Expertise gefragt.

    Alles darüber hinaus ist Ästhetik.

    Gruß, Tadzio

Seite 1 von 4 123 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •